US Open Wetten in Deutschland: erlaubt, berechenbar, aber nicht billig

Updated Oktober 2026
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Stand: 30. Oktober 2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und die dort geführten Erlaubnisinhaber.

Ein blauer Hartplatz mit weißen Linien und Netz im Abendlicht, leere Sitzränge im Hintergrund.
Die US Open 2026 fanden vom 30. August bis 13. September 2026 in New York City auf Hartplatz statt.

Ein Grand-Slam-Turnier zieht mehr Wettgeld an als jede zweite Fußballwoche, und das ist genau der Grund, warum die Auswahl in Deutschland kleiner ist, als die Werbung vermuten lässt. Wer auf ein Tennis-Match in New York setzen will, hat es nicht mit einer offenen Welt von Anbietern zu tun, sondern mit einer abgegrenzten Liste: nur wer auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder steht, darf solche Wetten überhaupt annehmen. Tennis erfüllt dabei eine Bedingung, die Fußballfans selten interessiert — der nächste Satz ist ein erlaubtes Live-Ereignis, der nächste Punkt nicht. Und wer die Auszahlung einer Wette auf den Turniersieger durchrechnet, sieht zwei Dinge gleichzeitig: dass eine Quote keine Prognose ist, und dass in jedem Preis ein Abschlag steckt, den der Veranstalter behält. Der folgende Weg führt deshalb nicht zur schönsten Quote, sondern zur passenden: erst was erlaubt ist, dann was ein Angebot wirklich verlangt, dann zehn Namen mit ihren Unterschieden.

Was die US Open aus einem Wettschein machen

Ein Tennisturnier ist kein Fußballspiel. Es läuft vierzehn Tage, es hat zwei Einzelkonkurrenzen mit je 128 Startplätzen, und es entscheidet in den späteren Runden mit einem Format, das die Rechnung am Ende oft kippt: Seit 2022 wird der Entscheidungssatz — der dritte bei den Damen, der fünfte bei den Herren — bei 6:6 mit einem Tiebreak bis 10 Punkte und zwei Punkten Vorsprung beendet. Zwischen 1971 und 2021 endete dagegen jeder Satz mit einem Tiebreak bis 7 Punkte. Für den Wettschein heißt das: Ein Match kann über Stunden kippen, ohne dass ein einziges Aufschlagspiel verloren geht, und wer auf einen Satzgewinn setzt, wettet auf ein anderes Ereignis als wer auf das Endergebnis setzt.

Grundlagen: Spielplan, Belag und warum Tennis anders tickt

Der Name gehört der Stadt, in der gespielt wird. Die US Open finden im USTA Billie Jean King National Tennis Center im Flushing Meadows–Corona Park in Queens, New York City, statt und werden seit 1978 auf Hartplatz gespielt; von 1975 bis 1977 war der Belag Sand, von 1881 bis 1974 Rasen. Erstmals ausgetragen wurden sie 1881 im Newport Casino in Rhode Island, Veranstalter ist die United States Tennis Association. Wer heute eine Quote auf ein Match der ersten Runde liest, liest also das Ergebnis von knapp anderthalb Jahrhunderten Turniergeschichte — und eine Zahl, die nichts über Belag, Form oder Auslosung verrät.

Ein Tennisball liegt in Nahaufnahme auf einer Grundlinie, dahinter verschwimmt ein leerer Platz in warmem Licht.
Das Arthur Ashe Stadium, der Hauptplatz der US Open, fasst 23.771 Sitzplätze, wurde 1997 eröffnet und erhielt 2016 ein schließbares Dach für 180 Millionen US-Dollar.

Die Ausgabe 2026 ist gespielt und abgerechnet. Sie lief vom 30. August bis 13. September 2026 in New York City auf Hartplatz. Das Herreneinzel gewann Alexander Zverev für Deutschland gegen Ben Shelton mit 6:3, 7:6(2), 5:7, 6:2; das Dameneinzel ging an Jelena Rybakina für Kasachstan gegen Aryna Sabalenka mit 6:4, 5:7, 6:2. Das Gesamtpreisgeld lag bei 108 Millionen US-Dollar, 21 % mehr als im Vorjahr, und die beiden Einzelsieger erhielten jeweils 5.500.000 $. Ein deutscher Sieger bei einem amerikanischen Hartplatzturnier verschiebt übrigens die Quoten des folgenden Jahres mehr als jede Zeitungsanalyse — die Buchmacher lesen dieselben Schlagzeilen wie ihre Kunden.

Wer sich für das kommende Jahr orientieren will, braucht keine Terminbestätigung aus einem Büro: Turnierwetten werden nicht am Datum entschieden, sondern an den Feldern. Die 2027er Ausgabe folgt damit dem üblichen Rhythmus, und die Rekordmarken des Turniers bleiben der Maßstab, an dem jede neue Auslosung gemessen wird: Bei den Herren halten William Larned, Richard Sears und Bill Tilden mit je 7 Titeln den Einzelrekord, bei den Damen Molla Mallory mit 8 Titeln.

Ein Grand-Slam-Turnier ist für den Wettmarkt vor allem ein Ausdauerformat. Zwei Wochen, wechselnde Belastung, fünf Sätze bei den Herren, dazu ein Hartplatz, der lange Ballwechsel belohnt und Aufschläge weniger entscheidend macht als Rasen. Das sind keine Prognosen — es sind die Bedingungen, unter denen Quoten entstehen, und der Grund, warum sich die Preise auf ein Match in Runde zwei deutlich von denen auf das Finale unterscheiden.

> Bild: us-open-wetten-hero | Ein blauer Hartplatz mit weißen Linien und Netz im Abendlicht, leere Sitzränge im Hintergrund. | Die US Open 2026 fanden vom 30. August bis 13. September 2026 in New York City auf Hartplatz statt.

Die Bühne, auf der die Finals gespielt werden, ist selbst eine Größe: Das Arthur Ashe Stadium, der Hauptplatz der US Open, fasst 23.771 Sitzplätze, wurde 1997 eröffnet und bekam 2016 für 180 Millionen US-Dollar ein schließbares Dach. Ein Dach ist für den Wettergott relevant und für den Wettschein relevant, weil eine Regenunterbrechung ein laufendes Match und damit eine Live-Wette unterbricht — die eine Seite, die ein Wettanbieter nicht anhalten kann. Wer auf ein vollständiges Match setzt, sollte wissen, dass die Nachhol-Regeln eines Turniers auch die Regeln seiner Wette sind.

Wo es beim Wettschein am Ende ohnehin nur um Zahlen geht

Märkte sind aufgeteilt, deshalb braucht man sie getrennt: Turniersieger, Spielsieger, Satz- und Handicap-Wetten folgen jeweils eigener Logik. Und bei Bonusaktionen gilt: Kein Gesetz setzt die Bedingungen fest. Die Höhe des Bonus, der Umsatz und die Mindestquote kommen ausschließlich aus den eigenen Geschäftsbedingungen des Anbieters — wer einem „100 % Bonus“ begegnet, findet die Zahl, die ihn wirklich kostet, nur dort.

> Bild: us-open-wetten-grundlag | Ein Tennisball liegt in Nahaufnahme auf einer Grundlinie, dahinter verschwimmt ein leerer Platz in warmem Licht. | Das Arthur Ashe Stadium, der Hauptplatz der US Open, fasst 23.771 Sitzplätze, wurde 1998 eröffnet und erhielt 2016 ein schließbares Dach für 180 Millionen US-Dollar.

Rechtslage: Die Whitelist ist der einzige echte Nachweis

Ein .de-Domain beweist gar nichts. Der verlässliche Nachweis ist der Eintrag auf der Whitelist, die die GGL nach § 9 Abs. 8 GlüStV führt: Aufschluss gibt allein sie. Die Liste der GGL kann jeder einsehen, sie ist aktueller als jede Anzeige, und sie ist die einzige Stelle, an der ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis für Sportwetten namentlich steht. Wer das Angebot eines Wettanbieters fürsorglich prüfen will, bevor er Geld überweist, prüft nicht das Logo, sondern den Eintrag.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt neben einem leeren Papier-Wettschein auf einem Tisch, Licht fällt von der Seite.
Die Whitelist der GGL führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Rechtsgrundlage ist der GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Die Behörde mit Sitz in Halle (Saale) erteilt die bundesweite Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet und führt die Aufsicht, einschließlich Bußgelder; die Steuer ist Sache der Finanzämter, nicht der GGL. Eine Ersterlaubnis läuft fünf Jahre. Wichtig für jede Prüfung: Die Whitelist nennt Erteilungsdaten, aber kein Enddatum. Wer wissen möchte, ob sein Anbieter heute noch darf, schaut auf die Liste — nicht auf ein Datum, das er selbst hochrechnet.

Dasselbe gilt für Kombinationen: Eine Domain darf nur Sportwetten annehmen, wenn unter der Sporterlaubnis genau diese Domain geführt wird. Wer eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele hat, hat damit noch nichts für sein Sportwettangebot. Zwei Produkte, zwei Papiere, zwei Regeln.

Der Verstoßweg ist gut dokumentiert. Wer ohne deutsche Erlaubnis Sportwetten nach Deutschland anbietet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel; eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat hierzulande keine Relevanz. Die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor derartigen Angeboten und nannte am 17. September 2026 in diesem Zusammenhang Platincasino. In der Praxis des Strafrechts steht das Veranstalten nach § 284 StGB, das Bewerben danach, und die Teilnahme nach § 285 StGB — Verfolgungen einzelner Spielender sind indes nicht belegt. Vor zivilen Gerichten stehen sich beide Seiten seit Jahren gegenüber: Der Bundesgerichtshof legte dem EuGH am 25. Juli 2024 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; im Verfahren fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Generalanwalt Nicholas Emiliou hält in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 eine Rückzahlungspflicht für unlizenzierte Anbieter grundsätzlich für möglich, mit einer Ausnahme für Fälle, in denen Behörden die Lizenzpflicht vorerst nicht durchsetzen wollten. Wer hier eine sichere Erstattung hineinliest, liest zu viel hinein: Das ist ein laufendes Verfahren, keine Zusage.

> Bild: us-open-wetten-rechtsla | Ein Smartphone mit dunklem Display liegt neben einem leeren Papier-Wettschein auf einem Tisch, Licht fällt von der Seite. | Die Whitelist der GGL führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Was auf einem deutschen Wettschein stehen darf — und was nicht

Erlaubt sind festquotierte Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse innerhalb des Geschehens, als Einzel- oder Kombinationswette. Ausführbar ist aber nur, was das jeweilige Sportwettprogramm vorsieht, das die GGL genehmigt hat. Nicht jede Wette, die auf einer Website als Kachel erscheint, ist damit auch genehmigt.

Live ist der interessanteste Teil — und für Tennis der beste Beleg dafür. Während eines laufenden Ereignisses darf nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder einen ähnlichen Bestandteil in Sportarten gewettet werden, in denen solche Ereignisse selten sind. Tennis steht auf der Ja-Seite: Der nächste Satz ist erlaubt. Der nächste Punkt ist es nicht — deshalb sieht man auf seriösen deutschen Seiten keine Wetten auf den Aufschlagwechsel. Im Fußball ist das nächste Tor zulässig, im Basketball der nächste Korb nicht.

Gesperrt ist alles, was manipulierbar ist oder das Regelwerk betrifft: Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung, auf soziale oder politische Ereignisse, und Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen — in der GGL-Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. E-Sport fällt komplett heraus: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist; in Deutschland existiert kein lizenziertes Wettangebot dazu. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Und entgegen einem verbreiteten Gerücht gibt es für Sportwetten keine gesetzliche Obergrenze pro Wette.

Wer das Online-Erlebnis auf einer Offshore-Seite gewohnt ist, wird hier zwei Dinge vermissen: Wetten auf jeden Punkt und Wetten mitten im Tiebreak. Beides ist nicht Zufall, sondern genau der Mechanismus, der die Manipulationsanfälligkeit senken soll. Die Kehrseite ist bitter für den geduldigen Spieler: Der Markt, der am meisten Reiz hätte, ist der, den es nicht gibt.

Der kleinste Teil des Angebots ist meist der Grund, warum es ihn gibt

Der Buchmacher arbeitet nicht mit einer Meinung, sondern mit einem Preis, in dem seine Marge schon steckt. Ein Zwei-Weg-Markt zu je 1,90 zeigt das deutlicher als jede Erklärung: Aus zwei Quoten von 1,90 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95 %, die Marge liegt also bei ungefähr 5 % — unter der Annahme, dass die Quoten genau so gestellt sind und sich die beiden Ausgänge auf 100 % addieren. Das ist keine feste Zahl, sondern eine Bandbreite: Je nach Turnierphase, Markt und Anbieter liegt die Marge bei einem gut gepflegten Tennis-Markt selten unter 4 %, bei Nebenmärkten und Außenseiter-Quoten deutlich darüber. Bei dieser Rechnung geht es darum, was der Veranstalter von jedem gesetzten Euro behält, nicht darum, wie wahrscheinlich ein bestimmtes Ergebnis ist.

Für eine Wette auf den Turniersieger heißt das konkret: Bei einer Quote von 2,10 bringt ein Einsatz von 100 € brutto 210 € zurück, der Gewinn vor Kosten liegt bei 110 €. Was der Wettschein anzeigt, ist die Auszahlung, nicht der Ertrag — und in der Differenz zwischen den beiden liegt die Marge, die in der Quote schon abgezogen ist. Zwei Quoten von 1,90 auf zwei Ausgänge sind der Beweis, dass beide Seiten zusammen mehr kosten, als sie einbringen.

Wer eine Bonusaktion prüft, sollte dieselbe Zahl im Kopf behalten. Werden 100 € mit einem Faktor umgesetzt, verlangt jeder Anbieter ein Vielfaches dieser Summe als Wettumsatz, und nur Wetten ab einer bestimmten Mindestquote zählen. Die Umsatzbedingungen stehen nicht im Werbetext.

Sportwettensteuer: wer sie schuldet und wer sie spürt

Die Sportwettensteuer steht in den §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18). Das sind umgerechnet rund 5,03 % des tatsächlich eingezahlten Betrags, weil die Steuer auf eine Basis erhoben wird, die selbst schon um die Steuer verringert ist. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende (§ 19). Wer also schreibt „5,3 % des Einsatzes“, schreibt etwas Falsches; korrekt sind 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags).

Ob und wie die Steuer an den Kunden weitergereicht wird, entscheidet der Anbieter selbst; belastbar ist das nur aus dessen eigenen Bedingungen. Und noch eine Feinheit, die bei der Wahl des Anbieters regelmäßig untergeht: Die Steuer trifft auch unlizenzierte Anbieter. Eine gezahlte Steuer ist deshalb kein Nachweis einer Erlaubnis — nur der Eintrag auf der Whitelist ist einer.

Verantwortung: die Grenze, die für alle gleich aussieht

Verantwortungsvolles Spielen ist in Deutschland kein freiwilliges Extra, sondern eine Reihe gesetzlicher Vorgaben, die an jede Lizenz geknüpft sind. Sie gelten überall gleich — deshalb sind sie kein Kriterium für die Auswahl eines Anbieters, sondern eine Voraussetzung dafür, überhaupt wählen zu dürfen.

Wer an Sportwetten teilnimmt, muss mindestens 18 Jahre alt sein. Es gilt ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung. Vor abgeschlossener Prüfung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Danach greift die wichtigste Zahl dieses Abschnitts: ein Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS Limitdatei. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für Einzelpersonen eine höhere Grenze eintragen — bis 10.000 €, und zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler — aber nur auf nachweisbaren Beleg der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Eigenerklärung genügt dafür nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist untersagt.

Für Spielende, die das eigene Verhalten nicht mehr im Griff haben, gibt es drei Instrumente. OASIS ist das bundesweite Sperrsystem; es wird bei der Registrierung und beim Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende eine Frist nennt, und mindestens ein Jahr, wenn nicht. Der Panikbutton löst sofort eine 24-Stunden-Sperre aus. Was auf einer Offshore-Seite fehlt, ist genau diese Kette: keine OASIS-Abfrage, keine LUGAS-Datei, kein deutscher Rechtsweg.

Wetttipps: Warum eine Quote keine Antwort ist

Tipps zu einem Tennisturnier beruhen auf Form, Belag und Auslosung — und bleiben Einschätzungen. Ein Favorit verliert, ein Außenseiter gewinnt vier Matches, und die Auslosung entscheidet mehr als die Tabelle. Wer eine Quote auf ein einzelnes Match als Vorhersage liest, verwechselt die Zahl, die jemand für eine Wette verlangt, mit der Wahrscheinlichkeit, dass diese Wette aufgeht.

Wie unterschiedlich Einschätzungen ausfallen, zeigt ein Blick in die Werbung. Winamax bewirbt im Footer seiner Website „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und beruft sich dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 01.04.2025 und dem 30.08.2025, nach der der Anbieter bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das ist eine interessante Zahl, und sie ist genau das: das Ergebnis einer Untersuchung mit festgelegtem Zeitraum und festgelegter Auswahl. Sie sagt nichts darüber, ob derselbe Anbieter heute bei dem einen Match, das der Leser im Blick hat, besser steht. Wer einen Tipp zum Turnier liest, sollte ihn deshalb als das behandeln, was er ist: ein Argument, das man selbst mit Quote und Bankroll abgleicht.

Und der zweite, kleinere Satz zum selben Thema: Ein Tipp, der auf eine Mannschafts- oder Spielerform verweist, ist keine Wette. Er ist ihr Rohmaterial. Zwischen beidem steht der Preis, den der Anbieter verlangt, und den vergleicht man nicht mit dem Bauchgefühl, sondern mit der Quote daneben.

Wettarten und Quoten: von der Siegerwette bis zum Handicap

Die Märkte folgen der Struktur des Turniers. Eine Wette auf den Turniersieger läuft über die ganze Ausgabe und zahlt erst nach dem Finale; sie ist damit eine Wette auf zwei Wochen Form und Gesundheit, nicht auf ein Match. Eine Wette auf den Spielsieger bezieht sich auf ein einzelnes Match. Satzwetten trennen das Geschehen in Abschnitte — und seit 2022 hat der Entscheidungssatz mit seinem Tiebreak bis 10 Punkte ein eigenes, oft überraschendes Ende. Handicap-Wetten gleichen Qualitätsunterschiede aus, weshalb die Quoten dort enger zusammenrücken als bei der einfachen Siegerwette.

Wie man eine Quote liest, ist schnell gelernt und wird selten zu Ende gedacht. Die Zahl ist ein Faktor, kein Werturteil: Bei 2,10 und 100 € Einsatz werden 210 € daraus. Eine höhere Quote bedeutet einen ungewöhnlicheren Ausgang, nicht einen besseren — und beide Quoten eines Zwei-Weg-Marktes zusammen ergeben nie 2,00, sondern immer etwas weniger. Der Rest ist die Marge. Ein kurzer Blick auf beide Zahlen verrät mehr über ein Buch als jede Bewertung.

Live-Wetten bei einem Grand Slam: Satzgewinne ja, Aufschlagwechsel nein

Live-Wetten sind der Abschnitt, in dem die deutsche Regulierung für Tennis am deutlichsten sichtbar wird. Erlaubt ist während eines laufenden Ereignisses nur das Endergebnis sowie das nächste Tor, der nächste Satz oder ein vergleichbarer Bestandteil in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Für Tennis bedeutet das: Auf den nächsten Satz kann man setzen, auf den nächsten Punkt nicht. Im Freizeitbetrieb einer Offshore-Seite ist es genau umgekehrt.

Der Grund ist Manipulationsanfänglichkeit und nicht Bequemlichkeit. Ein einzelner Punkt ist für einen Spieler mit entsprechendem Können gezielt zu verlieren, ein ganzer Satz deutlich schwerer unbemerkt. Die Regulierung nimmt sich deshalb das kleinste wettbare Ereignis vor — und der Tennisfan bezahlt das mit dem spannendsten Teil des Angebots.

Was überall gilt: Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Bei einem Live-Angebot, das ohnehin vom Live-Betrieb lebt, setzt das eine deutliche Grenze. Und ob ein Anbieter Cash Out anbietet, ist nicht gesetzlich geregelt — es gibt keine Vorschrift, die das vorschreibt oder verbietet; es ist eine Eigenschaft des jeweiligen Angebots und nur aus dessen Bedingungen zu beurteilen. Wer Cash Out als Sicherheitsnetz betrachtet, sollte bedenken, dass eine vorzeitige Auszahlung selten zum gestellten Preis erfolgt.

Tennis bei einem deutschen Anbieter: das Drumherum entscheidet

Ein Wettanbieter, der ein Grand-Slam-Turnier in seinem Programm führt, braucht dafür mehr als eine Quote. Er braucht Streams, Ergebnisse, Abgrenzung zwischen einem Einzel und einer Kombination und eine Bedienung, die in einem Match, das drei Stunden dauert, nicht im Weg steht. Wer das abgleicht, stößt auf ein Kriterium selten genannter Art: Manche Anbieter kombinieren Tennis mit einem Live-Stream-Angebot, andere mit einem Konfigurator für eigene Kombinationen, wieder andere mit einer Sportartbreite, die weit über Fußball hinausgeht. Das ändert die Quote nicht — es ändert, wie viele Stunden man vor dem Turnier verbringt.

Sportingbet etwa führt im Wettangebot einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten und zählt neben Fußball auch Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker zu den Sportarten. Wer Tennis nicht nur als Einzelwette spielt, sondern als Kombination aus mehreren Matches desselben Turniers, findet dort ein Werkzeug, das an anderen Stellen fehlt. Das ist ein Unterschied in der Bedienung, kein Unterschied im Preis.

Anders gelagert ist der Fall bei Winamax: Dort gehören Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS zum Angebot, dazu Streams von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von NBA und NFL im eigenen Kundenkonto. Für ein Turnier in New York heißt das: Der Stream läuft in derselben Umgebung wie der Wettschein. Wer nachts um drei ein Match verfolgt, merkt den Unterschied zwischen zwei Browser-Tabs und einem Fenster.

Einordnung: Was die Whitelist über die Anbieter sagt und was nicht

Die folgenden Angaben stammen aus der Whitelist der GGL. Die Liste nennt Erlaubnisinhaber und Erteilungsdaten, aber kein Enddatum — wer heute prüfen will, ob ein Anbieter noch darf, schaut in die Liste selbst.

Anbieter Erlaubnis auf der GGL-Whitelist: Inhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Interwetten Interwetten Gaming Limited 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022
MERKUR BETS Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
888sport 888 Germany Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022
bet365 Hillside (Europe) ENC 09.10.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024
DAZN Bet DZBT Operations Limited 22.08.2023
LeoVegas LVSports Limited 21.10.2024
NEO.bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022
ODDSET Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022
Winamax WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022

Was in der Tabelle fehlt, ist genauso wichtig wie das, was drinsteht: keine Angabe zu Quoten, keine zu Bonusaktionen, keine zu Auszahlungszeiten. Die Whitelist ist ein Erlaubnisverzeichnis, keine Bewertung. Zwei Anbieter mit Erlaubnis aus dem Jahr 2020 können in allem anderen weit auseinanderliegen, und das entscheidet die Liste nicht für den Leser.

Auffällig ist die Spannweite der Erteilungsdaten: 2020, 2021, 2023 und 2024 liegen im Feld, und der Unterschied sagt etwas über den Markt. Die frühen Erlaubnisse gehören zu Anbietern, die von Beginn an mit dabei waren; die späte Erlaubnis von LeoVegas aus dem Oktober 2024 zeigt, dass der Sportwettenmarkt in Deutschland weiter wächst und neue Anbieter aufnimmt. Für den Leser ist das kein Qualitätsmerkmal in beide Richtungen — es ist der Hinweis, dass sich die Liste ändert und dass man den eigenen Anbieter dort gelegentlich nachschaut.

Ein Detail am Rand, das im Vergleich gern auftaucht: nicht jedes Unternehmen, das in Deutschland aktiv ist, ist auf der Whitelist geführt. Wer in den Bedingungen eines Anbieters dessen Betreiberfirma liest, kann diese Firma direkt in der Liste suchen. Der Name in der Tabelle ist der Name, der dort stehen muss.

Die zehn Anbieter im Vergleich

Interwetten: die ruhige Erlaubnis mit der langen Laufzeit

Interwetten gehört zu den Anbietern, die auf der Whitelist unter dem Namen Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne’ Point, Sliema, Malta geführt werden; die Sportwetten-Erlaubnis wurde am 02.11.2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis folgte am 27.12.2022. Wer Wissen über die Betreibergesellschaft sammeln will, hat also eine Firma, die sich überprüfen lässt.

Das ist für diesen Vergleich kein Nebensatz. Ein Anbieter, der seit 2020 mit demselben Inhaber in der Liste steht, hat mindestens eine vollständige Fünfjahresperiode und eine Nachprüfung hinter sich. Für Tennisfans zählt das mehr als eine Marketingfloskel: Ein Turnier, das zwei Wochen dauert, ist genau die Umgebung, in der Zuverlässigkeit auffällt, weil Auszahlungen und Kontoaktivität über einen langen Zeitraum zusammenkommen.

Ob Interwetten ein Bonusangebot zum Turnier führt, wie ein solches aussehen würde und welche Bedingungen gelten würden, steht nicht in seinen deutschen Bedingungen, und darum auch nicht hier. Wer kurz vor einem Grand Slam eine Willkommensaktion sucht, prüft die eigenen Bedingungen des Anbieters oder lässt es. Eine ehrliche Zusammenfassung lautet: Erlaubnis sauber, Betreiber nachweisbar, zusätzliche Angebote zur Turnierzeit nicht belegt.

MERKUR BETS: die späte Erlaubnis und das Automatenspiel daneben

Die Merkur Bets Malta Limited, Betreiberin von MERKUR BETS, hat ihren Sitz in Level 3, St Julians Business Centre, Triq Elija Zammit, STJ 3155, St. Julian’s, Malta. Die GGL führt die Domain MERKUR BETS mit Sportwetten-Erlaubnis seit dem 6. November 2023. Auf der Whitelist ist das eine vergleichsweise junge Erlaubnis in einem Feld, in dem mehrere Anbieter seit 2020 stehen.

Interessant ist noch ein zweites Papier: Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022. Das am Markenzeichen erkennbare Umfeld des Anbieters verbindet Slot-Erfahrung mit einem Sportwetten-Paket — und diese Kombination sagt noch nichts über Tensport aus. Eine Casino-Erlaubnis ist keine Sporterlaubnis, und sie hilft dem Wettschein auf Zverev, Rybakina oder wen auch immer der Leser im Finale sieht, nicht weiter. Wer das verwechselt, wundert sich gelegentlich über fehlende Tennismärkte bei Anbietern mit großer Casino-Werbung.

Wie stark die Tennis-Abteilung ausgebaut ist, lässt sich aus der Erlaubnis jedenfalls nicht ableiten. Das ist die Grenze dieser Einordnung: Sie sagt, wer nehmen darf, nicht wie viel er anbietet.

888sport: eine börsennotierte Gruppe als Inhaber

Hinter 888sport steht die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Auf der Whitelist wird für 888sport die 888 Germany Limited als Erlaubnisinhaberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 30.06.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 15.12.2022.

Eine börsennotierte Muttergesellschaft ist für den einzelnen Wettschein kein Sicherheitsversprechen, aber sie ist ein Merkmal, das sich überprüfen lässt: Ein Konzern mit Publizitätspflichten und einer Aktienhistorie von mehr als zwei Jahrzehnten macht keine Versprechungen, die er nicht belegen kann, ohne ein öffentliches Problem zu haben. Wer nachprüfbare Unternehmensstrukturen vor persönliche Ansprache stellt, ist hier richtig.

Für den Tennisfreund heißt das vor allem: eine Struktur, die überdauert. Ein Grand Slam, der jedes Jahr im August beginnt, rechnet in Jahrzehnten. Da ist ein Anbieter, dessen Konzern seit 2005 am Markt steht, eine nüchterne Datenzeile wert — und weiter nichts.

bet365: die Erlaubnis, die man nachschlagen kann

Für bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder nach dem Stand vom 2. Oktober 2026 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis wurde am 09.10.2020 erteilt, eine Folgeerlaubnis folgte am 27.12.2022. Genau diese Kombination aus Betreibername und Erlaubnisdatum ist es, die im Wettschein-Alltag selten jemand ausspricht — und die im Streitfall die einzige relevante Zeile ist.

Das ist gleichzeitig der Punkt, an dem die Whitelist-Information an ihre Grenze stößt. Sie belegt, dass bet365 Sportwetten anbieten darf; sie belegt nicht, wie tief das Tennisprogramm ist, ob und zu welchen Bedingungen Live-Streams zum Turnier laufen, wie schnell ausgezahlt wird. Keine dieser Angaben ist Teil des Feldes, weshalb hier keine davon steht.

Wer bet365 mit anderen Anbietern vergleicht, vergleicht also am besten Dinge, die sich selbst überprüfen lassen: Kontoführung, Zahlung über ein Konto auf den eigenen Namen, Erreichbarkeit. Alles andere gehört in die eigenen Bedingungen des Anbieters.

AdmiralBet: drei Erlaubnisdaten und der dezente Hinweis auf saubere Nachverfolgung

Für AdmiralBet ist auf der Whitelist die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Die Häufung der Daten erzählt keine Geschichte, aber sie ist ein sauberer Nachweis darüber, dass der Anbieter über Jahre dokumentiert geblieben ist.

Der Unterschied zu den anderen Anbietern in dieser Liste liegt im Detail der Papiere und nicht in der Zahl: AdmiralBet zeigt einen Verlauf, in dem eine Erlaubnis mehrfach bestätigt wurde. Wer regelmäßig prüft, ob sein Anbieter noch darf, hat bei einem solchen Eintrag weniger zu tun.

Das ist allerdings keine Aussage über die Tennis-Abteilung. Sie bleibt der Punkt, den jeder selbst in seinem Konto prüfen muss, weil sie in keinem Erlaubnisverzeichnis steht.

DAZN Bet: die Sportrechte im Hintergrund

Die DZBT Operations Limited, Veranstalterin der Sportwetten unter DAZN Bet, hat ihren Sitz in MRO Frank Galea Street, ZBG 9019, Zebbug, Malta; die GGL verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für DAZN Bet seit dem 22. August 2023. Eine Erlaubnis aus der zweiten Jahreshälfte 2023 zählt zu den jüngeren in diesem Zehnerfeld.

Für einen Wettanbieter aus einem Medienhaus ist die naheliegende Frage die nach den Inhalten: Ein Anbieter, der Sportübertragungen in seinem Umfeld kennt, ist ein anderer Fall als ein reiner Buchmacher. Was davon im deutschen Angebot von DAZN Bet ankommt, steht nicht in den Erlaubnisunterlagen — und darüber, ob Tennis eine Rolle spielt, steht hier nichts. Der Leser prüft das im eigenen Konto, nicht in der Whitelist.

Was bleibt: Erlaubnis vorhanden, Inhaber benannt, Erteilungsdatum aus dem August 2023.

LeoVegas: der jüngste Sporterlaubniseintrag im Feld

Auf der Whitelist ist für LeoVegas die LVSports Limited als Betreiberin geführt, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21.10.2024 und für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023. Zwei Erlaubnisse, zwei Daten, zwei verschiedene Produkte — und das Automatenspiel-Datum ist das ältere.

Damit gehört LeoVegas zum jüngsten Sportwetten-Zugang dieser Liste. Für einen Anbieter, der in Deutschland vor allem mit Casino-Inhalten verbunden wird, ist eine Sportwetten-Erlaubnis ein Positionswechsel. Wer bei LeoVegas Tennis spielen will, tut das auf einem Sportwetten-Papier und nicht auf dem Casino-Papier — rechtlich sauber, inhaltlich aber musste sich die Tennis-Abteilung erst aufbauen.

Ob sie das getan hat, ist von außen nicht zu belegen. Wer dort ohnehin ein Casino-Konto hat, kann das Sportangebot im eingeloggten Zustand prüfen; wer primär Tennis spielen will, hat hier einen Anbieter mit kurzer Sporterlaubnis-Historie. Und das ist ein Kriterium, kein Urteil.

NEO.bet: die vollständige Weißliste mit wenigen Daten

Auf der Whitelist ist für NEO.bet die Greenvest Betting Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Eine Erlaubnis aus dem Oktober 2020 gehört zu den ältesten in dieser Vergleichsgruppe.

Der Nutzen dieser Angabe ist unspektakulär, aber unmittelbar: Der Anbieter steht auf der Liste, sein Inhaber ist namentlich benannt, die Erlaubnis ist datiert. Wer vor allem wissen will, ob er mit einem erlaubten Anbieter zu tun hat, hat hier eine schnelle Antwort.

Alles, was darüber hinausgeht — Tennisprogramm, Streams, Konto- und Auszahlungspraxis — ist eine Frage an die eigenen Bedingungen und an das eigene Konto. Die Whitelist schweigt dazu, und ein Vergleich, der das Schweigen mit Annahmen füllt, wäre keine Bewertung, sondern eine Behauptung.

ODDSET: staatlich geprägte Herkunft mit eigener Aufsichtslinie

Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte der ODDSET Sportwetten GmbH mit Bescheid vom 15.12.2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb. Auf der Whitelist wird die Firma mit einer Erlaubnis seit dem 18.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 15.12.2022 geführt; Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, Hansering 15, 06108 Halle (Saale).

Das ist in diesem Feld die einzige Erlaubnis mit einem zusätzlichen stationären Vertrieb, und das ist kein Detail am Rand: Wer Wetten auch in einer Filiale abgeben kann, verbindet ein Konto mit einem Ort. Aufsichtsbehörde und Anschrift sind angegeben, was bei kaum einem anderen Eintrag so ausdrücklich der Fall ist.

Für Tennis bedeutet das nichts Spezielles. Ein stationärer Vertrieb hilft beim Grand Slam in New York nicht weiter — außer bei der Frage, wohin man sich wendet, wenn mit dem eigenen Konto etwas nicht stimmt. In dieser Liste hat ODDSET dafür die klarste Adresse.

Winamax: der einzige Anbieter mit eigener Quotenstudie im Feld

Winamax ist auf der Whitelist über die WINAMAX (Société anonyme) geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 29.06.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 08.12.2022. Das ist die übliche Kombination aus einer ersten Erlaubnis im Jahr 2021 und einer Bestätigung Ende 2022.

Auffällig ist Winamax an anderer Stelle: Die Website wirbt im Footer mit „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und beruft sich dafür auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 01.04.2025 und dem 30.08.2025, in der der Anbieter bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das ist die einzige Studie, die in diesem Feld offensiv belegt wird — und sie ist zugleich der beste Beleg dafür, wie Quotenwerbung funktioniert: Die Auswahl der Spiele, der Zeitraum und der Vergleichsmaßstab sind Teil des Ergebnisses, das beworben wird. Zu den Streams im eigenen Kundenkonto gehören nach eigenen Angaben Spiele aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, die vier Grand-Slam-Turniere, alle ATP- und WTA-Turniere sowie NBA und NFL.

Für dieses Turnier ist das die stärkste Kombination im Feld auf der Inhaltsseite und die schwächste auf der Beweisseite. Eine Quote ohne Datenstempel aus einem beworbenen Zeitraum bleibt eine Behauptung im Rahmen einer Studie.

Häufige Fragen zu Wetten auf die US Open

Wo kann aus Deutschland auf die US Open gewettet werden, und welche Anbieter sind erlaubt?

Erlaubt sind nur Anbieter mit deutscher Erlaubnis, also mit einem Eintrag auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Die Liste ist die einzige belastbare Prüfung; eine .de-Adresse allein beweist nichts. Wer sein Konto bei einem Anbieter führt, der dort nicht steht, wettet ohne deutschen Schutz.

Welche Wettarten gibt es bei den US Open, etwa Turniersieger, Spielsieger oder Satzwetten?

Siegerwetten gelten über das ganze Turnier, Spielsieger einzelne Matches, Satz- und Handicap-Wetten einzelne Abschnitte. Ausführbar ist nur, was das genehmigte Sportwettprogramm vorsieht. Einzel- und Kombinationswetten sind zulässig, Systemwetten bleiben eine Variante der Kombination. Jeder Markt hat einen eigenen Preis.

Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote bei einer Wette auf den Turniersieger?

Die Auszahlung ist der Einsatz mal die Quote, der Gewinn ist die Differenz. Bei 100 € Einsatz und einer Quote von 2,10 kommen im Erfolgsfall 210 € zurück, der Gewinn vor Kosten liegt also bei 110 €. In der Quote ist die Marge bereits verrechnet; sie drückt die Auszahlung.

Warum sind Wetten auf den nächsten Punkt während eines laufenden Matches nicht erlaubt?

Live-Wetten sind in Deutschland auf das Endergebnis und auf seltene Ereignisse beschränkt — nächstes Tor, nächster Satz oder Vergleichbares. Ein einzelner Punkt ist zu leicht gezielt zu verlieren, deshalb fällt er aus dem erlaubten Programm heraus. Im Basketball ist der nächste Korb aus demselben Grund gesperrt.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quote oder Auszahlung aus?

Die Steuer ist ein Prozentsatz der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, das entspricht etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags, und wird vom Veranstalter geschuldet. In der Regel steckt sie in der Quote. Ob und wie er sie weitergibt, ist seine Entscheidung — nachlesbar nur in seinen eigenen Bedingungen.

Inhalt erstellt vom Team «American Football Wetten»