Cricketwetten 2026: Wo deutsche Wettanbieter Cricket führen und was die Regeln kosten
Wer in Deutschland auf Cricket setzen will, kann das ausschließlich bei einem Veranstalter mit deutscher Erlaubnis tun. Cricket steht aber in keinem Pflichtprogramm. Der falsche Anbieter hat nicht die schlechtere Quote — er hat gar kein Spiel.

Stand: 30. Oktober 2026. Die Lizenzangaben dieser Seite wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder geprüft, Stand der Liste: 2. Oktober 2026.
Cricket-Spielplan und Turniere: wann überhaupt gewettet wird
Bei Cricket beginnt die Planung nicht mit der Anbietersuche, sondern mit dem Kalender. Der Sport läuft in Blöcken über den Jahresverlauf, und nur in diesen Blöcken gibt es Märkte. Ein Veranstalter mit deutscher Erlaubnis richtet sein Sportwettprogramm nach dem internationalen Spielplan aus, nicht nach deutschen Sehgewohnheiten.

Daraus folgt etwas, das viele Cricketwetter unterschätzen: Es gibt Wochen, in denen auch ein voll lizenzierter Anbieter kaum eine Partie führt. Wer dann auf Fußball ausweicht, ist nicht untreu, sondern realistisch.
Schläger, Lederball, sechs Bälle: das Spiel in drei Sätzen
Zwei Mannschaften mit je 11 Spielern stehen sich gegenüber. Ein Spiel hat zwei oder vier Innings. Ein Over besteht aus sechs regulären Bällen.
Mehr braucht man nicht, um die Regeln einer Wette zu lesen. Die Form entscheidet alles Weitere.
Das Test-Match ist die lange Form: bis zu fünf Tage, täglich drei Sessions von etwa zwei Stunden. Ein One-Day International (ODI) umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings. Ein Twenty20 (T20) kommt auf 20 Overs pro Innings mit höchstens 75 Minuten je Innings.
Die Form entscheidet, wie lange eine Wette lebt. Eine T20-Partie ist an einem Abend entschieden. Ein Test-Match kann fünf Tage dauern, und dann regnet es auch noch.
Zwei Sonderfälle gehören zum Grundwissen. Ein Spiel endet als Tie, wenn alle Innings beendet sind und der Punktestand gleich ist — das gilt als sehr selten. Als Draw gilt in der Regel ein Spiel, bei dem die Zeit vor Ende aller Innings abläuft. Genau diese zweite Möglichkeit ist im Test-Cricket kein Ausnahmefall, sondern ein regelmäßiger Ausgang, und für eine simple Siegwette die unangenehmere der beiden.
Warum die Ausgabe 2027 eine andere Sache ist als 2023
Der Cricket World Cup der Männer findet alle vier Jahre statt und wird mit 50 Overs pro Innings gespielt, seit 1987 in dieser Form, zuvor mit 60 Overs. Die erste Austragung war 1975 in England, Rekordsieger ist Australien mit sechs Titeln.
Die Ausgabe 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien. Die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.
Die Erweiterung ist die wichtigste Nachricht des Turniers für Wetter, und die am wenigsten beachtete. Mehr Teams bedeuten mehr Partien und ein Feld, in dem der Abstand zwischen Favorit und Außenseiter oft größer ausfällt als bei jedem Fußballturnier. Dass Begegnungen zwischen sehr ungleichen Mannschaften schwerer einzuschätzen sind, liegt am Sport, nicht am Buchmacher.
Wie eng es zugehen kann, zeigte das Finale 2019: Nach 50 Overs stand es 241:241, im Super Over 15:15, und England gewann anhand der Zahl der Boundaries. Wer damals auf einen Sieger gesetzt hatte, sah seine Wette über Stunden hinweg mehrfach kippen — am Ende entschied ein Kriterium, das in keinem Quotenmodell als eigener Ausgang steht.
Duckworth-Lewis-Stern: das Kürzel, das eine Wette umschreibt
Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in durch Wetter unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf. Wird diese Grenze nicht erreicht, wird das Spiel als „No Result“ gewertet; Ausnahmen gelten nur, wenn ein Team all out ist oder das Ziel früher erreicht.
Für einen Wetter bedeutet das einen dritten Ausgang neben Sieg und Niederlage: die Wette, die nie entschieden wird. Bei einer Kombiwette mit mehreren Cricketspielen multipliziert sich dieses Risiko.
Die Methode ist kein neues Konstrukt. Sie wurde 1997 eingeführt und 1999 vom International Cricket Council (ICC) offiziell übernommen. Seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern den Namen Duckworth–Lewis–Stern.
Ligen als Alltagsgeschäft statt als Ausnahme
Die Indian Premier League (IPL) ist ein Beispiel für eine nationale Twenty20-Liga mit internationalen Spielern. Solche Ligen machen Cricket für mitteleuropäische Wetter überhaupt handhabbar: kurze Spiele, feste Anstoßzeiten, dichte Informationslage.
Das Angebot ist hier am breitesten. Und eine verlässliche Informationslage ist der Grund, warum ein Veranstalter eine Partie überhaupt bepreisen kann.
Die Fünf-Tage-Falle und was sie für ein Monatsbudget heißt
Ein Test-Match bietet die längste Marktliste des Sports. Es bietet aber auch die längste Liste an Gelegenheiten, bei denen eine Wette vor dem Ende nicht gewertet werden kann. Regen, Draw, vorzeitiges Ende — in dieser Form sind das normale Ereignisse, nicht Pannen.
Wer mit kleinem Budget arbeitet und deshalb das Einzahlungslimit genau im Blick behalten muss, fährt mit kurzen Formaten besser. Eine T20-Runde schließt am selben Abend. Ein Test-Match schließt am Samstag eines fernen Kontinents, wenn der Wettschein längst aus dem Blick geraten ist.
Und das Geld bleibt gebunden, solange das Spiel läuft. Genau darin liegt der praktische Nachteil jener Form, die die meisten Märkte hergibt.
Zehn Anbieter im Cricket-Vergleich: wer das Sportwettprogramm führt
Zehn Betreiber dürfen mit deutscher Erlaubnis bundesweit Sportwetten anbieten. Diese zehn sind eine Auswahl bekannter Marken, nicht das gesamte Angebot — und längst nicht bei jeder findet sich Cricket im Programm.
Die Whitelist ist der einzige belastbare Lizenztest. Sie trug am 2. Oktober 2026 dreißig Einträge: 27 Inhaber mit Sportwett-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich für Pferdewetten, und drei weitere Inhaber ausschließlich für Pferdewetten. Jede dort angegebene Domain ist eine .de-Adresse. Eine .de-Adresse allein beweist allerdings nichts: Es zählt der Eintrag auf der Liste, nicht die Schreibweise der Domain.
Was die Quotenrechnung offenlegt
Jede Quote ist ein Bruch, und in der Summe eines Marktes zahlt kein Veranstalter alles zurück. Die Auszahlungsquote eines Zwei-Weg-Marktes ergibt sich aus dem Reziprok der Einzelquoten: 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂). Die Marge ist 100 Prozent minus diese Quote.
Ein anschauliches Beispiel: beide Seiten eines Zwei-Weg-Marktes zu Quote 1,90. Daraus folgt eine Auszahlungsquote von rund 95,2 Prozent und ein Abschlag von etwa 4,8 Prozent auf jeden eingesetzten Euro. Das ist eine Beispielrechnung, kein an einem Termin gehandelter Kurs. Wo weniger Wettende und schmalere Märkte zusammenkommen, liegt die Marge höher; ein dichtes Cricketfeld mit vielen Anbietern drückt sie enger. Wer einen kleineren Abschlag nimmt, gibt mehr zurück.
Ein Buchmacher mit acht Prozent Marge nimmt aus jedem Euro doppelt so viel wie einer mit vier. Das fällt an jedem Tag an, an jedem Markt, ohne Ausnahme für Cricket. Über eine Saison ist es der größte Kostenposten, den kein Bonus ausgleicht — schon gar kein Bonus, der erst umgesetzt werden muss.
Was ein Willkommensbonus beim Umsetzen wirklich kostet
Ein Bonus ist kein Geschenk, sondern ein Auftrag mit Gegenleistung, und die Gegenleistung heißt Umsatz. Willkommensbonus, Neukundenbonus, Gratiswette, Freiwette — die Bezeichnungen wechseln, die Mechanik nicht. Eine Gratiswette, deren Einsatz bei einem Gewinn nicht mit ausgezahlt wird, ist weniger wert als eine, deren Einsatz zurückkommt.
Drei Werte beschreiben die Pflichten: der Umsatzfaktor auf die Bonusbasis, die Mindestquote, unterhalb derer kein Umsatz zählt, und die Frist, bis zu der der Umsatz erbracht sein muss.
Der Umsatzfaktor entscheidet alles. Bei Faktor 30 müssen 100 € Bonus mit 3.000 € umgesetzt werden. Bei 1 € Einsatz pro Wette sind das 3.000 Wetten — und angerechnet wird nur, was die Mindestquote erreicht. Die Zahl steht in den Bonusbedingungen des Anbieters.
Die Kosten dieses Umsatzes lassen sich grob schätzen. Bei 4,8 Prozent Marge kosten 3.000 € Umsatz im Durchschnitt rund 144 €. Das ist ein statistischer Durchschnittswert über viele Wetten unter der Annahme, dass ausschließlich die Bonussumme umgesetzt wird — keine Garantie für einen einzelnen Wetter und keine Aussage über einen möglichen Gewinn. Ein Bonus von 100 € kann also teurer sein als sein Wert.
Ein Bonusverbot gibt es nicht
Der GlüStV enthält keine Vorschrift, die Sportwettenboni deckelt. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stammen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Daher die großen Unterschiede.
Bewerben dürfen solche Angebote nur Erlaubnisinhaber. Für Sportwetten gilt: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während dessen Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Offiziellen, keine am Umsatz, an der Einzahlung oder am Einsatz ausgerichtete Vergütung für Werbepartner. Den Wetter treffen diese Regeln nicht unmittelbar. Sie erklären aber, warum deutsche Seiten ihre Angebote anders präsentieren.
Wie der deutsche Cricketwettmarkt aufgebaut ist
Cricket ist in Deutschland kein Volkssport. Das hat Folgen für das Angebot, die man kennen sollte, bevor man nach der besten Quote sucht. Wer aus England oder Australien einen Cricketteich mit Dutzenden Buchmachern kennt, findet hier eine dünnere Auswahl vor.
Die Kernfrage lautet deshalb: Führt der Anbieter die Partie überhaupt, auf die ich setzen will? Eine Sportwetterlaubnis erlaubt Cricket. Sie verpflichtet nicht dazu.
Drei Formate, drei völlig verschiedene Angebote
Test-Match, ODI und T20 produzieren drei unterschiedliche Wettangebote. Das Test-Match dauert bis zu fünf Tage mit täglich drei Sessions von je etwa zwei Stunden. Ein ODI läuft über 50 Overs pro Innings. Ein T20 über 20 Overs mit höchstens 75 Minuten je Innings.
Aus der Spieldauer folgt die Zahl der Märkte. Ein fünftägiges Spiel lässt sich in Abschnitte zerlegen — erste Session, Stand nach dem ersten Innings, bester Schlagmann des Tages. Ein T20 lässt das nicht zu, und jeder Markt, den es nicht gibt, kostet den Wetter eine Vergleichsmöglichkeit.
Der zweite Unterschied ist die Zeit. Ein T20 ist nach drei Stunden vorbei. Bei fünf Tagen kann eine Unterbrechung die Wertung verändern, und wie die neue Zielvorgabe aussieht, entscheidet die Rechenmethode, nicht die Formkurve.
Wer diese Regel einmal an sich selbst durchspielt, merkt schnell: Eine Siegwette auf ein Regen-Cricket ist keine Wette auf einen Sieger. Es ist eine Wette darauf, dass die Partie zustande kommt.
Warum kein Tipp sicher sein kann
Ein Cricket-Tipp ist eine Meinung über eine Mannschaftsleistung, keine Vorhersage. Er wird nicht besser, weil jemand ihn laut ausspricht. Ein Modell, ein Podcast, ein Kommentator mit zwanzig Jahren Erfahrung — keiner von ihnen kennt das Wetter in fünf Tagen. Wer ein Ergebnis vorhersagen könnte, müsste es nicht selbst setzen. Kein Tipp, hier oder anderswo, macht eine Wette sicher.
Die Wettertypen im deutschen Markt
Wer sich in diesem Markt sicher bewegen will, sollte die Begriffe kennen. Rechtlich ist vom Veranstalter von Sportwetten die Rede. „Buchmacher“ ist im Gesetz der Pferdewetten-Buchmacher, im gewöhnlichen Sprachgebrauch aber jedes Sportwettenunternehmen. In rechtlichen Aussagen heißt es Erlaubnis, nicht Lizenz.
Die Quote wird mit dem Dezimalkomma geschrieben, also 2,10. Die Einzelwette setzt auf ein Ergebnis, die Kombiwette auf mehrere. Die Systemwette kombiniert mehrere Wetten, die Livewette läuft während des Spiels. Der Cash Out kauft eine Wette zurück, der Wettschein ist ihr Nachweis, und die Wettsteuer ist die Abgabe des Veranstalters. Wer diese Wörter kennt, wird beim ersten Streitfall nicht überrascht.
Cricketwetten und der deutsche Rechtsrahmen
Jede Sportwette, die in Deutschland angeboten wird, verlangt eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) — auch für internationale Cricketspiele wie die Weltmeisterschaft. Ohne Erlaubnis ist es unerlaubtes Glücksspiel.
Die GGL sitzt in Halle (Saale). Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis und überwacht den Markt. Ihren Namen muss man nicht auswendig kennen. Man sollte wissen, wo nach ihr zu suchen ist.
Die Whitelist als einziges Kriterium
Die offizielle Whitelist ist der einzige abschließende Beleg für eine Lizenz. Sie verzeichnet sämtliche erlaubten Anbieter. Der Stand vom 2. Oktober 2026 umfasst dreißig Einträge: 27 Inhaber mit Sportwett-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich für Pferdewetten, plus drei Inhaber ausschließlich für Pferdewetten.
Ein erster Erlaubnisbescheid läuft fünf Jahre. Die Liste verzeichnet nur Erteilungsdaten, nie ein Enddatum. Eine Lizenz kann also auslaufen, ohne dass der heutige Eintrag das verrät.
Eine kleine Messingwaage auf einem Holztisch, daneben ein leeres Notizbuch: Das ist das richtige Bild für diese Prüfung. Wen prüfe ich, und wann habe ich es zuletzt getan?
Die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor illegalen Angeboten. Am 17. September 2026 nannte sie dafür ein Beispiel: Platincasino. Die Warnung gilt dem ganzen Markt, nicht einem einzelnen Anbieter.
Nur die unter der Sporterlaubnis gelistete Domain darf Sportwetten annehmen. Eine Slot-, Poker- oder Casino-Erlaubnis desselben Inhabers ist eine andere Genehmigung mit anderen Regeln und sagt nichts über das Sportwettenangebot.
Was in Deutschland gewettet werden darf
Erlaubt sind Festquotensportwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Teils davon und auf Ereignisse während eines Spiels, als Einzel- oder Kombiwette. Zulässig sind nur Wetten, die die GGL im Sportwettprogramm genehmigt hat.
Für Livewetten gilt eine Besonderheit. Während eines laufenden Ereignisses sind Wetten auf das Endergebnis erlaubt und auf den nächsten Treffer, den nächsten Satz oder einen ähnlichen Bestandteil in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist erlaubt, der nächste Satz im Tennis auch. Der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball nicht.
Ausgeschlossen sind Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren — die GGL wertet Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateur. Manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelbrüche oder deren Sanktionierung sind ebenfalls nicht erlaubt. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind unzulässig.
Für esports gilt: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf esports nicht möglich sind, weil esports nicht als Sport anerkannt ist. Lizenziertes esports-Wetten gibt es in Deutschland nicht.
Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Eine gesetzliche Höchstgrenze für den einzelnen Einsatz kennt das Sportwettenrecht nicht.
Livewetten auf Cricket: erlaubt, aber nicht selbstverständlich
Für Livewetten auf Cricket ist eine Regel entscheidend: Während des laufenden Ereignisses sind Wetten auf das Endergebnis erlaubt sowie auf den nächsten Treffer, den nächsten Satz oder einen ähnlichen Bestandteil in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind.
Cricket kennt Overs, Wickets und Runs, aber keinen Treffer und keinen Satz im Sinne dieser Regel. Eine Ausnahme greift hier nicht automatisch. Wer im laufenden Match auf mehr als den Finalausgang setzen möchte, ist auf das genehmigte Programm seines Anbieters angewiesen. Die Regel lässt solche Märkte zu, sie schreibt sie nicht vor.
Wer einen Markt auf einen einzelnen Ball sucht, wird bei einem lizenzierten Anbieter kaum fündig werden. Das lässt sich bedauern. Es ist aber genau der Unterschied zwischen dem deutschen Markt und einem Angebot ohne Erlaubnis.
Was ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis bedeutet
Wer Sportwetten auf Menschen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis anbietet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung.
Diesen Satz sollte man in seinen Konsequenzen verstehen. Ein solcher Anbieter ist weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen; die deutschen Schutzmechanismen greifen dort nicht. Es gibt keine hiesige Aufsicht und keine hiesige Beschwerdestelle.
Gleichzeitig sind höhere Limits möglich, und genau das macht diese Angebote für manche attraktiv. Wer dort spielt, kann sich allerdings in einem Verfahren wiederfinden, in dem er sein Geld zurückfordert. Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück.
Was der EuGH bisher signalisiert
Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten. Eine Ausnahme sieht er, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.
Das ist ein Signal, keine Entscheidung. Wer heute ohne Erlaubnis spielt, kann sich nicht darauf verlassen, das Geld morgen zurückzubekommen. Mehrere Gerichte haben Anbietern ohne deutsche Erlaubnis bereits die Rückzahlung von Einsätzen auferlegt. Zugesagt ist die Rückzahlung niemandem.
Die Sportwettensteuer: 5,3 Prozent auf eine bemessene Grundlage
Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 Prozent der Bemessungsgrundlage, die der Einsatz abzüglich der Steuer selbst ist. Umgerechnet sind das rund 5,03 Prozent des eingezahlten Betrags. Steuerschuldner ist der Veranstalter, nicht der Wettende.

Ob der Veranstalter die Steuer an den Spieler weitergibt, steht in seinen eigenen Bedingungen. Die korrekte Formulierung lautet nie „5,3 Prozent des Einsatzes“, sondern stets 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags). Wer Angebote vergleicht, sollte fragen, ob der Preis bereits Steuer ist oder nicht.
Die Steuer gilt auch für Anbieter ohne Erlaubnis. Entrichtete Steuer ist kein Nachweis einer Lizenz.
Landesgrenzen, Lizenzen und was ein Konto schützt
Ein Whitelist-Eintrag bringt Rechtssicherheit und Aufsicht. Er bringt nicht mehr Schutz, als der Spieler selbst einfordert. Und er endet nicht mit dem Beitritt zu einem Programm.
Spielerschutz beim Cricketwetten: was vor dem ersten Einsatz greift
Die Schutzregeln greifen, bevor der Sport beginnt. Sie hängen am Konto, nicht am Sport, und sie begrenzen, was ein neuer Wetter in den ersten Wochen überhaupt tun kann. Wer sie kennt, plant sein Budget. Wer sie nicht kennt, plant eines, das nicht durchgeht.
Verifizierung und die erste Einzahlung
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt. Ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden spielen lassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen.
Diese 72 Stunden sind keine Testphase. Sie sind ein Fenster, in dem die Pflichten noch offen sind und aus dem man kein Geld herausbekommt.
Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Sportwetten heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht nur in seinen Bedingungen.
Das Einzahlungslimit und seine Zeitrechnung
Das Einzahlungslimit beträgt standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei.
Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann das Limit für einen Einzelnen anheben — auf bis zu 10.000 €, für höchstens 1 Prozent seiner aktiven Spieler auf 10.000 bis 30.000 €. Voraussetzung ist ein nachweisbarer Beleg der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt nicht.
Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Wer über einer Erhöhung sitzt, wartet. Wer sein Limit senkt, ist sofort geschützt. Die Reihenfolge dieser beiden Fristen ist kein Zufall: Sie soll den Wetter bremsen, nicht den Anbieter.
Das gilt für Cricket wie für jeden anderen Sport. Und es gilt über alle Anbieter hinweg — wer sein Budget auf drei Marken verteilt, gewinnt kein Limit dazu.
Sperrdatei OASIS und Panikbutton
OASIS ist das bundesweite Sperrsystem. Es wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende einen Zeitraum nennt, ansonsten mindestens ein Jahr.
Der Panikbutton löst einen sofortigen 24-Stunden-Block aus. Bei einem Anbieter außerhalb der Whitelist ist beides nicht vorhanden.
Wer das Einzahlungslimit nicht selbst setzt, bekommt die Standardgrenze von 1.000 € pro Monat. Das ist großzügig für einen Freizeitwetter und knapp für einen, der über die ganze Saison Cricket setzen will. Der Sport selbst bringt hier ein Timing-Problem mit: Ein Test-Match dauert fünf Tage, eine Weltmeisterschaft zieht sich über Wochen. Wer sein Monatslimit in der ersten Turnierwoche verbraucht, sitzt im Halbfinale ohne offenes Budget da.
Wett- und Casino-Produkt: getrennte Genehmigungen
Eine Erlaubnis für Sportwetten ist eine Erlaubnis. Slots, Poker und Online-Casino sind eigene Genehmigungen mit eigenen Regeln. Ein Einzahlungslimit des einen Produkts ist nicht das Limit des anderen.
Viele Anbieter führen mehrere Produkte. Wer das Einzahlungslimit in einem Casino verbraucht, hat damit nicht sein Sportwettenlimit verbraucht. Diese Trennung schützt den Sportwetter und macht die eigene Planung nur scheinbar einfacher.
Wenn aus dem Verdacht ein Verfahren wird
Wer unerlaubtes Glücksspiel veranstaltet, kann mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe rechnen. Wer dafür wirbt, mit bis zu einem Jahr. Die Teilnahme kann mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe geahndet werden.
Durchgesetzt wird das über Untersagungsverfügungen, Zahlungssperren und Netzwerksperren. Eine Verfolgung einzelner Spieler ist nicht belegt. Die Sanktion für die Teilnahme ist keine Erlaubnis und taugt auch nicht als Drohkulisse.
Auszahlung, Konto und Währung
Die Währung ist der Euro, geschrieben mit dem Punkt als Tausendertrennzeichen, also 1.000 €. Spielergelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Ein Cricketwetter ist oft über Tage oder Wochen aktiv. Bis zur Entscheidung liegt das Geld beim Anbieter, wenn auch auf einem geschützten Konto. Wer sein Guthaben kurzfristig braucht, sollte diese Laufzeit einplanen.
Die zehn Anbieter im Vergleich
Jeder Anbieter dieser Auswahl steht auf der Whitelist und hält eine Sportwetterlaubnis. Was die zehn unterscheidet, ist nicht die Lizenz — sie haben sie alle — sondern das Programm, die Auszahlung und der Umgang mit dem Konto.
Die Reihenfolge folgt der Whitelist, nicht meinem Urteil. Meine Einschätzung steht jeweils am Ende des Absatzes und nimmt das Ergebnis nicht vorweg.
Tipico: der Kontrolle über den Wettschein
Die Whitelist führt für die Marke Tipico die Tipico Co. Limited, mit einer ersten Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022.
Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten. In der Entwicklerbeschreibung werden „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein sowie Live-Wetten unter anderem während des Fußballspiels genannt.
Cash Out ist eine Funktion des Anbieters, kein gesetzlich geregeltes Rechtsgeschäft. Die Beschreibung im App Store bezieht sich auf Fußball; ob sie für Cricket gilt, verrät sie nicht. Wer eine Wette vorzeitig auflösen will, sollte im Wettschein nachsehen, ob die Funktion für diese Sportart überhaupt angeboten wird.
Bemerkenswert ist der Zuschnitt der Beschreibung. Ein Anbieter mit dieser Größe bewirbt seinen Cash Out mit Fußball, nicht mit Cricket. Das ist die ehrlichste Auskunft über den Stellenwert des Sports im Programm, die man ohne Blick in die Sportseite bekommen kann.
ODDSET: die Erlaubnis aus Darmstadt
Für die Marke ODDSET führt die Whitelist die ODDSET Sportwetten GmbH, mit einer ersten Erlaubnis vom 18. November 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.
Die Erlaubnis erteilte das Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15. Dezember 2022 für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb. Aufsichtsbehörde ist die GGL mit Sitz in Halle (Saale).
Das ist in dieser Runde das früheste Datum, das sich an einen einzelnen Bescheid binden lässt. Wer ein stationäres Geschäft kennt und trotzdem online spielen will, findet hier beides aus derselben Hand — ein Modell, das sonst niemand in dieser Auswahl anbietet.
Für Cricket sagt die Herkunft nichts. Ob das Sportwettprogramm eine Partie in Südafrika führt, entscheidet die Programmplanung, nicht die Behörde, die die Erlaubnis erteilt hat.
NEO.bet: der Wettanbieter mit der dichten Erlaubniskette
Für NEO.bet ist die Greenvest Betting Limited als Betreiberin geführt. Die Whitelist verzeichnet eine Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und eine Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022.
Dasselbe Startdatum tragen auch andere Marken dieser Auswahl. Das verweist auf die erste große Erlaubniswelle, mit der der deutsche Markt 2020 geöffnet wurde.
Eine durchgehende Kette von Erlaubnissen ist ein Stabilitätssignal, und Stabilität ist beim Thema Auszahlung kein nebensächliches Kriterium. Sie beantwortet aber nicht die Frage, ob es hier Cricket zu setzen gibt. Wer das wissen will, öffnet das Sportwettprogramm und sucht den nächsten Spieltag.
Tiptorro: die Aufsicht als Werbebotschaft
Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited aus Malta angeboten. Das Unternehmen beschreibt sich dort als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.
Die Whitelist verzeichnet für die Marke eine erste Erlaubnis vom 30. Juni 2021 und eine Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022.
Auffällig ist das Verhältnis von Aufsichtsangabe zu Angebotsangabe. Das Unternehmen führt die Aufsicht vor, nicht das Programm. Wer Cricket sucht, findet in dieser Beschreibung keinen Anhaltspunkt — und bei einem Anbieter, der sonst so genau auf seine Zulassung verweist, ist diese Lücke aussagekräftig.
DAZN Bet: der späte Markteintritt
Für DAZN Bet verzeichnet die Whitelist die DZBT Operations Limited mit Sitz in MRO Frank Galea Street, ZBG 9019, Zebbug, Malta, und eine Sportwetten-Erlaubnis seit dem 22. August 2023.
Das ist die jüngste Sportwetterlaubnis dieser Auswahl, rund drei Jahre nach der ersten Welle. Wer einen jungen Anbieter und eine große Sportbibliothek sucht, findet hier beides.
Für Cricket ist die Herkunft aus dem Streaming interessant und irreführend zugleich. Dass ein Haus ein Spiel überträgt, heißt nicht, dass es darauf Wetten bepreist. Wer eine Partie aus dem eigenen Abonnement auch setzen will, prüft das getrennt.
Sportwetten.de: die Marke mit der passenden Domain
Die Whitelist führt für Sportwetten.de die NetX Betting Limited mit Sitz in 170 Pater House, Level 1, Suite A168, Psaila Street, Birkirkara, Malta. Verzeichnet sind eine erste Erlaubnis vom 19. November 2020 und eine Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022.
Die Marke ist der Sonderfall, in dem der Name selbst die Adresse ist. Deshalb steht sie hier als Eigenname und nicht als Webadresse.
Für den Wettenden ist das ein Wiedererkennungsmerkmal, kein Vorteil. Ein deutscher Name garantiert kein deutsches Cricket-Programm, und die Whitelist sagt über das Programm überhaupt nichts.
888sport: die breite Aufstellung einer börsennotierten Gruppe
Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört. Die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert.
Für 888sport führt die Whitelist die 888 Germany Limited, mit einer ersten Erlaubnis vom 30. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.
Ein börsennotierter Konzern im Hintergrund verbessert die Play-Erfahrung eines Cricketwetters nicht automatisch. Er sagt etwas anderes: Wer viele Sportarten nebeneinander setzt, findet hier eher das komplette Programm als bei einem Haus mit engem Zuschnitt.
Für einen reinen Cricketspieler ist die Breite dagegen kein Argument. Er zahlt sie über dieselbe Marge mit.
Betway: Teilauszahlung, aber ein Konfigurator für Fußball
Die Whitelist führt die Betway Limited, mit einer ersten Erlaubnis vom 9. März 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022.
Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“. Der Wert der Wette wird angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, den Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert.
Die Teilauszahlung ist das interessantere Element. Wer eine Wette auf ein laufendes Cricketmatch nicht ganz auflösen will, kann einen Teil des Werts realisieren und den Rest laufen lassen — vorausgesetzt, der Markt wird für diese Sportart angeboten. Der Konfigurator ist ausdrücklich für Fußball beschrieben. Cricket ist darin nicht genannt, und das ist der Unterschied, den ein Cricketwetter sofort merkt.
bwin: die breite Marke mit Erlaubnis aus der ersten Welle
Für bwin führt die Whitelist die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, mit einer ersten Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022.
Damit gehört die Marke zu der Gruppe, die bereits in der ersten Welle lizenziert wurde. Bekanntheit hilft bei der Orientierung und ist in Deutschland vor allem aus der Werbung vertraut.
Ob das Sportwettenprogramm den Cricketkalender abbildet, sagt die Whitelist nicht. Ein Markenname kompensiert keine Programmdetails, und wer wegen der Marke bucht, ohne das Programm zu prüfen, entscheidet auf Basis des Namens statt des Angebots.
Interwetten: die späte Zulassung innerhalb der ersten Welle
Für Interwetten führt die Whitelist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta, mit einer ersten Erlaubnis vom 2. November 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022.
Innerhalb der ersten Welle ist das die spätere Zulassung, gut einen Monat nach der Gruppe um Tipico, bwin und NEO.bet. Ein späterer Start ist kein Minus, aber auch kein Vorteil.
Ein ausgewiesener Cricket-Schwerpunkt lässt sich dem Eintrag nicht entnehmen. Wer den Anbieter prüft, sollte die Sportseite aufschlagen und nach dem nächsten Spieltag suchen, statt sich auf die Markenbekanntheit zu verlassen.
Der Vergleich in Zahlen
| Anbieter | Whitelist-Status und Inhaber | Sportwetterlaubnis seit |
|---|---|---|
| Tipico | Whitelist: Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| ODDSET | Whitelist: ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| NEO.bet | Whitelist: Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Whitelist: Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| DAZN Bet | Whitelist: DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Sportwetten.de | Whitelist: NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| 888sport | Whitelist: 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| Betway | Whitelist: Betway Limited | 09.03.2021 |
| bwin | Whitelist: bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Interwetten | Whitelist: Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
Was diese Übersicht verschweigt: Die Whitelist trägt kein Auslaufdatum. Ein frühes Erlaubnisdatum bedeutet also nicht automatisch mehr Rechtssicherheit, es datiert nur den ersten Bescheid. Zwischen der ältesten Zulassung dieser Auswahl im Oktober 2020 und der jüngsten im August 2023 liegen fast drei Jahre, in denen sich Marktbedingungen und Aufsichtspraxis verändert haben. Die Daten stammen aus dem Stand vom 2. Oktober 2026.
Was aus diesen Zahlen folgt
Cricket in Deutschland ist eine Nische mit einer Eigenheit: Der Sport ist klein, und die Auswahl unter den lizenzierten Anbietern ist ebenfalls klein, aber aus einem anderen Grund. Damit wird die Marge zum entscheidenden Kriterium. Bei Fußball gleicht ein Bonus einen Quotenunterschied aus. Bei Cricket tut er das nicht, weil der Bonus erst durch Umsatz zurückgeholt werden muss — und dieser Umsatz fällt in einem dünnen Programm auf dieselben wenigen Partien.
Wer bereits bei einem Anbieter andere Sportarten setzt, sollte zuerst dort nachsehen, ob Cricket im Programm steht. Ein zweites Konto bringt kein zweites Einzahlungslimit, weil LUGAS über alle Anbieter summiert. Der Wechsel kostet also nie mehr Budget, nur mehr Verwaltung.
Wer auf den World Cup 2027 in Südafrika, Simbabwe und Namibia wartet, sollte das nicht als Anlass zum Anmelden im letzten Moment nehmen. Die meisten Anbieter erweitern ihr Cricketangebot erst mit dem Turnier, und wer dann noch Verifizierung und Limit setzen muss, verpasst die Gruppenphase.
Und die nüchterne Rechnung zum Schluss: Wer Cricket als Anlage betrachtet, hat den Sport nicht verstanden. Die Marge frisst jede kleine Kante, und bei 4,8 Prozent Abschlag auf jeden Euro ist die Kante ohnehin selten. Klein setzen, den Sport genießen, die Regeln kennen — das ist der einzige Vorsprung, den ein Cricketwetter in Deutschland sicher hat.
Häufige Fragen zu Cricketwetten
Wo kann ich auf Cricket-Spiele bei einem Anbieter mit deutscher Lizenz wetten?
Bei den Anbietern, die auf der Whitelist der GGL geführt werden und dort eine Sportwetterlaubnis haben. Diese Liste trug am 2. Oktober 2026 dreißig Einträge, davon 27 mit Sportwetterlaubnis. Cricket ist kein Pflichtbestandteil eines Sportwettprogramms: Ein erlaubter Anbieter darf Cricket Wetten anbieten, muss es aber nicht.
Was unterscheidet Test-Match, ODI und Twenty20 für Wettmärkte und Quoten?
Die Spieldauer bestimmt die Zahl der Märkte. Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage mit täglich drei Sessions von etwa zwei Stunden. Ein ODI umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings, ein Twenty20 20 Overs mit höchstens 75 Minuten je Innings. Längere Formate bieten mehr Märkte, aber auch mehr Wege zu einem Draw.
Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode bei wetterbedingten Unterbrechungen auf eine Wette aus?
Die Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf. Wird diese Grenze nicht erreicht, gilt das Spiel als „No Result“. Die Wette kann dann nicht entschieden werden.
Welche Livewetten auf Cricket sind in Deutschland zulässig?
Während eines laufenden Ereignisses sind Wetten auf das Endergebnis erlaubt sowie auf den nächsten Treffer, den nächsten Satz oder einen ähnlichen Bestandteil in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Der nächste Punkt im Tennis ist nicht erlaubt. Für Cricket hängt das Liveangebot deshalb vom genehmigten Programm des Anbieters ab.
Wie entsteht eine Cricket-Prognose, und warum ist kein Wetttipp sicher?
Eine Prognose schätzt die Chancen zweier Mannschaften anhand von Form, Platzbedingungen, Aufstellung und dem Verlauf ähnlicher Partien. Modelle, Podcasts und Experten arbeiten mit genau diesen Faktoren. Kein Tipp auf dieser Seite oder bei einem anderen Anbieter macht eine Wette sicher — ein Ergebnis lässt sich nicht vorhersagen.
Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, und was ändert die Sportwettensteuer von 5,3 %?
Die Auszahlung ist Einsatz mal Quote. Bei 2,10 und 10 € Einsatz sind das 21 €, davon 11 € Gewinn. Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, die der Einsatz abzüglich der Steuer selbst ist, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Wettende.
Sportarten – American Football Wetten
Inhalt erstellt vom Team «American Football Wetten»
