Regionalliga wetten 2026: warum das Angebot in Deutschland an einer Regel scheitert

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only
Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

30. Oktober 2026 — geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Ein einfacher Rasenplatz mit kleiner Stehtribüne und Flutlichtmasten in der Dämmerung, auf der Tribüne sitzen nur wenige Zuschauer.
Aus der Fußball-Regionalliga steigen seit 2019 die Meister von drei Staffeln direkt in die 3. Liga auf; die restlichen zwei Staffelmeister spielen in einem Playoff den vierten Aufsteiger aus.

Wer auf ein Regionalliga-Spiel setzen will, stößt in Deutschland auf eine Wand, und die Wand hat einen Grund. Der deutsche Erlaubnisrahmen lässt Wetten auf Veranstaltungen überwiegend von Amateuren nicht zu, und der Fußball unterhalb der 3. Liga zählt in der Verwaltungspraxis der Aufsichtsbehörde genau dorthin. Regionalliga-Fußball ist Amateursport, auch wenn die Tribüne voll ist und der Rasen gepflegt aussieht. Kein Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis darf dafür Quoten anbieten.

Das ist keine Lücke im System, die noch geschlossen werden müsste. Es ist der Zustand. Wer trotzdem eine Quote für die Staffel West auf dem Bildschirm findet, hat den deutschen Erlaubnisbereich bereits verlassen — samt der Folgen, die daran hängen: keine Sperrdatei, keine Limitdatei, kein deutscher Rechtsweg.

Das klingt nach einer kurzen Antwort auf eine lange Frage, und in der Sache ist es das auch. Nur reicht die Sache nicht. Wer in dieser Spielklasse zu Hause ist, will wissen, was er stattdessen tun kann, welche Wege offenstehen, was sie kosten und wen sie worauf festlegen. Genau darum geht es im Folgenden: nicht um eine Liste verbotener Häkchen, sondern um eine Wahl.

Die Fußball-Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball und liegt damit genau eine Etage unterhalb des Bereichs, für den erlaubte Wetten vorgesehen sind. Fünf eingleisige Staffeln bilden sie: Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. Zwischen 18 und 20 Mannschaften spielen je Staffel. Seit 2019 steigen die Meister von drei Staffeln direkt in die 3. Liga auf; die beiden übrigen Staffelmeister machen den vierten Aufsteiger in einem Playoff unter sich aus. Zur Saison 2012/13 wechselte die Hauptverantwortlichkeit für die Liga vom DFB zu fünf Ligaverbänden.

Aufstiegsspiele sind Spiele. Sie fallen unter dieselbe Einstufung wie der Rest der Staffel und tauchen im Sportwettprogramm erlaubter Anbieter nicht auf. Wer also im Frühjahr nach einer Quote für das entscheidende Playoff sucht, sucht an derselben Wand. Die Frage nach dem Aufstieg ist eine andere Sportart als das Geschäft, um das es hier geht; entscheiden kann sie niemand außerhalb des Platzes, und diese Seite tut es nicht.

Der Spielplan der Regionalliga: warum die Klasse in fünf Staffeln zerfällt

Der Grund für die Zersplitterung ist kein Zufall der Verwaltung, sondern einer der Kosten. Fünf Staffeln bedeuten kürzere Auswärtsfahrten, denn die Vereine dieser Spielklasse finanzieren Reisen aus eigenen Mitteln, nicht aus Fernsehgeld. Eine landesweite vierte Liga wäre für viele Standorte nicht zu bezahlen. Das erklärt, warum ein Verein aus dem Norden gegen einen aus dem Südwesten in der Regel gar nicht antritt — außer eben im Playoff, wenn es um den Aufstieg geht.

Ein abgewetzter Fußball liegt auf dem Anstoßkreis eines Naturrasens im Morgennebel.
Die erste Saison der Fußball-Regionalliga war 1963; ihre heutige Form als vierthöchste Spielklasse besteht seit der Saison 2008/09.

Der Fußball selbst ist hier kein Geheimtipp mehr. Seit 1963 gibt es die Fußball-Regionalliga, in ihrer heutigen Form als vierthöchste Spielklasse besteht sie seit der Saison 2008/09. In den sechzig Jahren dazwischen hat die Spielklasse mehrfach die Form gewechselt; wer Ergebnisse aus den 1970ern mit heute vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Gebilde.

Für den Wettmarkt heißt das etwas Unangenehmes. Eine Liga, die aus fünf regionalen Strängen besteht, liefert weniger Spiele je Runde als eine eingleisige Bundesliga, und die einzelnen Stränge sind unterschiedlich wettbewerbsstark. Wer aus einer Staffel Rückschlüsse auf eine andere zieht, arbeitet mit Daten, die nicht zusammengehören. Ganz abgesehen davon, dass diese Spiele im erlaubten Programm ohnehin nicht stehen.

Was ein erlaubter Anbieter stattdessen im Fußball zeigt, ist die oberste Ebene bis zur dritten Spielklasse. Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga sind die Ligen, für die sich erlaubte Wetten vorgesehen sind — genau die Grenze, an der die Regionalliga beginnt und die Liste endet.

Regionalliga-Wettanbieter im Vergleich: wer die Klasse führt und wer nicht

Wer sich fragt, welche Wettanbieter Regionalliga-Partien anbieten, bekommt bei erlaubten Anbietern dieselbe Antwort wie beim Nachfragen in einem Geschäft mit leerem Regal: dieses Produkt gibt es hier nicht, und zwar bei niemandem. Die Suche nach „Wettanbieter mit Wetten auf die Regionalliga“ verläuft im Erlaubnisbereich zwingend ergebnislos, weil die Regel nicht anbieterweise gilt, sondern für alle Erlaubnisträger gleich.

Das ist der Punkt, an dem sich Spreu und Weizen einer Anbieterliste entscheiden. Zehn Anbieter, die allesamt keine Regionalliga zeigen, sind für diese Frage austauschbar — man muss also wissen, was jeder von ihnen stattdessen leistet. Genau das ordnet die folgende Tabelle ein.

Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit Fußball-Tiefe
Betano GGL Whitelist, Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022 Bundesliga bis 3. Liga
Sportwetten.de GGL Whitelist, NetX Betting Limited 19.11.2020, Folgeerlaubnis 16.12.2022 Bundesliga bis 3. Liga
Sportingbet GGL Whitelist, Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 Bundesliga bis 3. Liga
Betway GGL Whitelist, Betway Limited 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022 Bundesliga bis 3. Liga
888sport GGL Whitelist, 888 Germany Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022 Bundesliga bis 3. Liga
VBet GGL Whitelist, SCGO Limited 05.12.2023 Bundesliga bis 3. Liga
MERKUR BETS GGL Whitelist, Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023 Bundesliga bis 3. Liga
AdmiralBet GGL Whitelist, Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022, 29.07.2024 Bundesliga bis 3. Liga
bet365 GGL Whitelist, Hillside (Europe) ENC 09.10.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022 Bundesliga bis 3. Liga
bpremium GGL Whitelist, Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 Bundesliga bis 3. Liga

Alle zehn stehen zum Stichtag der Liste (02.10.2026) mit einer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist. Die 30 Einträge, die diese Liste trägt, umfassen 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, von denen zwei zusätzlich Pferdewetten anbieten dürfen, und drei Inhaber mit ausschließlich Pferdewetten-Erlaubnis. Wer also über den Umfang des legalen Angebots spricht, spricht über deutlich mehr Häuser als die zehn, die hier verglichen werden.

Die Spalte „Sportwetten-Erlaubnis seit“ verdient einen zweiten Blick, den die Tabelle selbst nicht leistet. Zwei Anbieter der Liste sind erst im Dezember 2023 hinzugekommen, alle anderen haben ihre erste Erlaubnis zwischen September 2020 und Juni 2021 erhalten. Eine frühere Erstgenehmigung sagt dabei nichts über die Qualität eines Wettprogramms aus, sondern nur darüber, wie lange ein Haus unter deutscher Aufsicht steht. Die Whitelist führt ausschließlich Erteilungsdaten; ein Enddatum steht dort nie, und eine erste Erlaubnis ist nach der Regelung auf fünf Jahre angelegt. Wer aus dem Fehlen eines Ablaufdatums eine unbefristete Erlaubnis liest, liest etwas hinein, das dort nicht steht.

Zur Spalte „Fußball-Tiefe“ gehört eine Klarstellung, weil sie in jeder Zeile gleich lautet: erlaubte Fußballwetten enden bei der 3. Liga. Diese Grenze verläuft durch alle zehn Zeilen hindurch und unterscheidet keinen Anbieter von einem anderen. Für den Vergleich ist sie eine Konstante, kein Kriterium.

sportliche Wettbewerbe und ihr Ort im erlaubten Angebot

Was ein erlaubter Anbieter zeigen darf, entscheidet nicht sein Geschmack, sondern das Sportwettprogramm, das die Aufsichtsbehörde genehmigt. Fixe Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Zwischenfälle darin sind als Einzel- oder Kombiwetten zulässig. Manche Anbieter setzen Sportarten darüber hinaus breit an: Sportingbet nennt Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker, MERKUR BETS spricht von über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten. Die Zahl beeindruckt, sie hilft bei der Frage nach dieser Spielklasse aber nicht weiter — es ist ein Angebot in der Breite, nicht in der Tiefe.

Andere Häuser haben sich auf eine Sportart eingelassen. Tipwin ist Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes; die Partnerschaft wurde bis zum 31. Dezember 2026 verlängert und läuft damit mindestens drei weitere Jahre. Wettstar zeigt Live-Streams von zahlreichen Pferderennen aus Deutschland und der ganzen Welt. Zwei Beispiele für einen Weg, den die Regionalliga nicht kennt: Reichweite entsteht hier über eine Beziehung zu einem Verband oder einer Rennserie, nicht über die vierthöchste Fußballklasse.

E-Sport gehört ausdrücklich nicht in dieses Bild. Die Aufsichtsbehörde stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Ein erlaubtes E-Sport-Wettangebot existiert in Deutschland nicht.

Warum Regionalliga-Fußball als Amateurbereich gilt und was daraus folgt

Die entscheidende Unterscheidung des deutschen Erlaubnisrechts ist nicht die zwischen groß und klein, sondern die zwischen Profi und Amateur. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen, sind vom Wettangebot ausgenommen; die Aufsichtspraxis der GGL rechnet Fußball unterhalb der 3. Liga dem Amateurbereich zu. Man kann über diese Grenze streiten, weil in der Regionalliga durchaus Geld fließt und Verträge laufen. Die Grenze ist trotzdem gezogen, und sie wird nicht individuell nachgezogen.

Daraus folgt eine ganze Kette. Zuerst: kein erlaubtes Angebot. Dann: keine Quote, an der sich ein Marktniveau ablesen ließe — was heißt, dass jede Zahl, die man für ein Regionalliga-Spiel irgendwo findet, außerhalb des deutschen Aufsichtsrahmens entstanden ist und nach dessen Maßstäben nicht überprüfbar ist.

Und schließlich der Grund für die Vorsicht bei Preisen, die nicht überprüfbar sind. Eine Quote ist immer ein Doppel: die Meinung des Anbieters über ein Ereignis und die Marge, die er in diesen Preis eingebaut hat. Bei zwei gleich starken Mannschaften erwartet man Preise um 2,00 herum; liegt ein Anbieter deutlich darunter, hat er nicht weniger Ahnung, sondern mehr Marge genommen. Genau diese Rechnung geht bei einer Liga auf, für die es keine Aufsicht und keine Vergleichsdaten gibt, besonders leicht schief.

Regionalliga Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern: wie sich die Suche aufteilt

Die Staffeln unterscheiden sich nicht nur durch ihren Spielplan, sondern auch durch ihre Struktur. Ein Vergleich der Nord- mit der Nordost-Staffel ist ein Vergleich zweier Ligen mit unterschiedlichem Leistungsniveau und verschiedenen Kadersituationen. Wer sich mit einer Staffel befasst, tut gut daran, sie als eigene Einheit zu behandeln.

Wenn über diese Staffeln gesprochen wird, dann über den Sport. Aufstellungen, Platzverhältnisse, Kaderrotation — all das ist Gesprächsstoff, und keiner davon braucht ein Wettschein. Diese Seite hat zu keinem Regionalliga-Spiel eine Meinung darüber, wer gewinnt, weil sie das nicht wissen kann und niemand sonst es weiß.

Die Rechtslage: was ein erlaubter Anbieter darf und was ein nicht erlaubter anbietet

Die Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale), die unter dem GlüStV 2021 arbeitet, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet, sie überwacht und sie verhängt Bußgelder. Die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der Behörde.

Ein geschlossenes Tor an einem Zaun mit Vorhängeschloss im Morgenlicht, dahinter ein einfacher Sportplatz.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Der einzige belastbare Lizenztest ist die Whitelist, der öffentliche Nachweis nach § 9 Abs. 8. Nur die dort unter der Sportwetten-Erlaubnis geführte Domain darf Sportwetten annehmen. Eine Domäne mit .de-Endung beweist für sich genommen nichts; entscheidend ist der Eintrag unter der Sportwetten-Erlaubnis und der dort genannte Erlaubnisinhaber. Und weil ein Inhaber mehrere Erlaubnisse halten kann, ist eine Slot-, Poker- oder Casino-Erlaubnis ausdrücklich eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln — über das Sportwettangebot sagt sie nichts.

Wetten sind zulässig auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Zwischenfälle darin, als Einzel- oder Kombiwette. Live-Wetten sind eingeschränkt: Während eines laufenden Ereignisses geht es nur um das Endergebnis oder um das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente — und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist erlaubt, der nächste Satz im Tennis auch, der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball nicht. Gesperrt sind außerdem manipulationsanfällige Wetten, Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sowie Wetten auf soziale oder politische Ereignisse. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Ein gesetzlicher Höchsteinsatz pro Wette für Sportwetten existiert nicht.

Angebote außerhalb dieses Rahmens sind unerlaubtes Glücksspiel. Ein Anbieter, der Sportwetten nach Deutschland vermittelt, ohne die deutsche Erlaubnis zu haben, handelt rechtswidrig; eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Erlaubnis hat in Deutschland keine Bedeutung, und die Aufsichtsbehörde warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten. Erst im September 2026 nannte sie in diesem Zusammenhang namentlich ein Plattformcasino.

Beim Strafrecht ist nüchtern zu bleiben. Das Veranstalten unerlaubter Wetten ist strafbar, ebenso die Werbung dafür; auch die Teilnahme ist mit Strafe bedroht. Verfolgungen einzelner Spieler sind indes nicht feststellbar — das ist weder ein Freibrief noch ein Anlass, den Ton zu heben. Die Behörde arbeitet mit Untersagungen, Zahlungs- und Netzwerksperren.

Zivilrechtlich bewegt sich etwas. Der Bundesgerichtshof legte dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; in dem Verfahren verlangt ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des Gerichtshofs hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme: dort, wo Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Wer daraus ableitet, er könne auf eine Rückzahlung bauen, hat zu viel abgeleitet. Es gibt einen Vorabentscheidungsersuchen, Schlussanträge und ältere Instanzurteile — und keinen zugesicherten Anspruch für einen einzelnen Fall. Wer sein Geld zurückwill, braucht einen Anwalt, nicht eine Erwartung.

Und der Sportwettensteuer-Teil gehört an dieselbe Stelle, weil er oft falsch erzählt wird. Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, das entspricht rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Die Größe, die hier zählt, ist der Einsatz abzüglich der Steuer, nicht der Einsatz. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden. Ob und wie er sie weitergibt, entscheidet der Veranstalter selbst, und das ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Auf unlizenzierte Anbieter fällt sie ebenfalls an — bezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.

Die Werbung ist ebenfalls eingeschränkt. Nur Erlaubnisinhaber dürfen werben. Ein zeitliches Werbeverbot von 6 bis 21 Uhr gilt für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casino-Spiele, nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gilt anderes: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Liveübertragung im selben Sender, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, und keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.

Ein Satz zum Bonus, weil in diesem Feld die meisten Zahlen erfunden werden. Das GlüStV enthält keine Vorschrift, die einen Sportwettenbonus festlegt oder deckelt. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stammen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters — und wer sie nicht liest, hat sie akzeptiert, ohne sie zu kennen. Die Seite nennt an keiner Stelle einen Bonus- oder Gutscheincode; was ein Angebot wert ist, lässt sich ohne ihn beurteilen, wie das Auszahlungsbeispiel der Kombiwette zeigt.

Was eine Quote bei einem erlaubten Anbieter je Einheit Einsatz kostet

Quoten sind nicht das, was sie zu sein scheinen. Sie enthalten die Marge des Anbieters, und die lässt sich ausrechnen — an einem Beispiel, nicht an einem echten Markt. Nehmen wir einen 1X2-Markt mit den Quoten 2,10, 3,40 und 3,60. Aus diesen drei Zahlen ergibt sich ein Auszahlungsquotenschlüssel von 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60), und die Marge ist das, was davon übrig bleibt.

Gerechnet ergibt das 1 ÷ (0,47619 + 0,29412 + 0,27778) und damit einen Auszahlungsquotenschlüssel von 1 ÷ 1,04809, also 95,41 %. Die Marge liegt bei rund 4,6 %, und ich rechne sie bewusst als Band mit Bedingung: es ist kein Wert irgendeines Anbieters, sondern die Folge der drei gewählten Quoten. Wäre die Favoritenquote 2,20 statt 2,10, läge die Marge bei etwa 2,0 %; wären alle drei Preise großzügiger, käme die Seite auf unter 1 %. Setzt man den Favoriten auf 2,00 und lässt 3,40 und 3,60 stehen, steigt die Marge auf rund 8,0 %.

An dieser Rechnung hängt keine Meinung über ein Spiel, nur eine über ein Preisschild: vier bis acht Prozent des Einsatzes verlässt das eigene Konto, unabhängig davon, ob die Wette aufgeht. Wer 100 € auf diesen Markt setzt, gibt davon also gut 4 € bis 8 € als Preis für die Teilnahme aus. Bei ausgewogenen Zwei-Weg-Märkten liegen die Hausmargen üblicherweise niedriger; im Fußball mit drei Ausgängen liegt die Marge höher. Für den Vergleich zweier Anbieter taugt die Kennzahl nur bei identischem Markt und identischem Spiel. Der Wert ist ein statistischer Mittelwert über viele Wetten unter den genannten Annahmen, keine Zusage für einen einzelnen Schein.

Was der deutsche Erlaubnisrahmen den Wettenden an Schutz mitgibt

Der Weg über einen erlaubten Anbieter kostet den Spielenden mehr als eine Formularzeile, und diesen Preis sollte man genau kennen, bevor man ihn als reine Schikane abtut. Ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung ist Vorschrift. Vor dem Abschluss der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, und zwar mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen.

Die Einzahlungsgrenze steht über allen Anbietern hinweg. Standard ist ein Limit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter zusammen, durchgesetzt über die Limitdatei LUGAS. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für einen einzelnen Kunden ein höheres Limit setzen — bis 10.000 €, und 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler — aber nur auf nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hin. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist über die Aktivitätsdatei untersagt.

OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei der Registrierung und beim Login abgefragt wird. Nennt ein Spielender eine Sperrfrist, dauert sie mindestens drei Monate; nennt er keine, mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst unmittelbar eine 24-stündige Sperre aus. Die Teilnahme beginnt mit 18 Jahren.

Weiter gehören die Zahlungsregeln hierher, weil sie die Einzahlung auf einen bestimmten Kanal festlegen. Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut erlaubt; anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Das ist der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Sportwettangebot heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen. Die Spielergelder liegen auf einem treuhänderisch geführten, insolvenzgeschützten Konto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.

Was fehlt, wenn der Anbieter nicht auf der Whitelist steht

Wendet man dieselbe Liste auf ein Angebot außerhalb des Erlaubnisbereichs an, bleibt sie leer. Ein ausländisch erlaubter Anbieter ist an OASIS nicht angeschlossen und an LUGAS auch nicht. Es gibt keine 1.000-Euro-Grenze, die über alle Anbieter hinweg greift, keine Sperrdatei, die einen aufgenommenen Spieler bei der Registrierung erkennt, und keinen deutschen Rechtsweg, auf dem sich ein Streit austragen lässt.

Die zweite Hälfte des Satzes ist die wichtigere: was dort fehlt, ist nicht nur der Schutz, sondern auch die Bremse. Keine Limitdatei heißt auch, dass niemand einen Blick darauf hat, wie viel in einem Monat zusammenkommt. Wer bewusst spielt und seine Grenzen kennt, merkt davon nichts. Wer sie noch sucht, verliert an dieser Stelle mehr als an jeder Quote.

Für die Sorgfalt gibt es einen Kontrollweg, der jedem offensteht. Die Whitelist der Aufsichtsbehörde führt alle erlaubten Anbieter mit Domain und Erlaubnisinhaber und ist der einzige belastbare Lizenztest. Wer eine Seite prüfen will, sucht dort die Domain unter der Sportwetten-Erlaubnis und liest den Namen des Inhabers. Der Blick auf die Domain allein genügt nicht, weil ein .de-Endung nichts über eine Erlaubnis sagt. Und wer parallel spielen will, sollte wissen, dass genau das über die Aktivitätsdatei unterbunden wird. Wenn ein Sportwettengeschäft einen Bonuscode verlangt, bevor es irgendwelche Zahlen nennt, ist das übrigens ein guter Moment, die Bedingungen zu lesen statt den Code zu kopieren.

Wettarten und Quoten: was aus der Bundesliga bekannt ist und hier nicht zur Verfügung steht

Siegerwette, Handicap, Tore — die Wettarten kennt jeder aus der Bundesliga, und genau dort sind sie bei erlaubten Anbietern auch vorgesehen. Für die Regionalliga sind sie es nicht. Das ist keine Marktlücke, die ein Anbieter noch schließen könnte, sondern eine genehmigte Grenze des Sportwettprogramms.

Was auf oberster Ebene möglich ist, ist erheblich breiter als das Ergebnis am Ende. Kombiwetten multiplizieren die Quoten der einzelnen Auswahlen zu einem Preis, Systemwetten verteilen einen Einsatz über mehrere Kombinationen, und der Wettkonfigurator mancher Anbieter setzt eine Auswahl aus mehreren Partien zusammen. Betway etwa nennt einen Konfigurator für Fußballspiele, dessen Konfigurator+ Auswahlen aus verschiedenen Partien verbindet. Solche Werkzeuge machen aus einem Samstagnachmittag einen einzigen Wettschein; sie machen aus einem schwachen Tipp keinen starken.

Ein modernes Angebot geht über den Wettschein hinaus. Betano verbindet in seiner App mehrere Märkte eines Spiels zu einem Bet Builder, dazu Cash Out und Live-Streaming unter anderem aus LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Tipico nennt Cashout als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Winamax zeigt Live-Streams von La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie NBA und NFL im eigenen Kundenkonto. Bei Betway erscheint das grüne Cash-Out-Symbol unter „Meine Wetten“; ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil.

Cash Out hat keine gesetzliche oder aufsichtsrechtliche Grundlage. Es ist eine Funktion des jeweiligen Anbieters, mit seinen eigenen Regeln und seinem eigenen Preis. Wer eine Wette vorzeitig verkauft, verkauft sie zu einem Kurs, den der Anbieter stellt — nicht zu dem, den der Markt hergibt.

Zurück zur einzigen Zahl, die in diesem Feld etwas wert ist. Die Marge im 1X2-Markt liegt im Fußball typischerweise höher als in Zwei-Weg-Märkten, weil der Anbieter drei Ausgänge zugleich bepreisen muss. Ein Anbieter, der mit vielen Sportarten und Zehntausenden von Märkten wirbt, hat diese Zahl nirgends stehen. Sie erschließt sich nur, indem man die Quoten dreier Ausgänge eines Spiels nebeneinanderlegt.

Winamax wirbt mit „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und stützt das auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen in Fußball, Tennis und Handball vom 1. April bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Der zweite Wert dieses Satzes relativiert den ersten, und das ist ausnahmsweise die Eigenwerbung selbst: weniger als die Hälfte der Fälle ist Platz eins, und kein einziges der erwähnten Spiele stammt aus der vierten Liga.

Zwischen den Angeboten wählen: welche Staffel welche Liga verlangt

Wer Regionalliga-Fußball verfolgt, findet im erlaubten Programm ein Angebot für die sehr viel größeren Wettbewerbe derselben Sportart. Die Wahl zwischen dem einen und dem anderen ist eine Wahl zwischen Verlässlichkeit und Passgenauigkeit.

Der Weg über die Whitelist kostet die Verifizierung, die Monatsgrenze von 1.000 € und die Beschränkung auf geprüfte Zahlungswege. Er liefert dafür einen Anbieter, der nach deutschem Recht auftritt, ein Sperrsystem, das einen Ausstieg ernst nimmt, und einen Namen, an den man sich wenden kann, wenn etwas schiefgeht. Wer sein Spiel als langfristige Beschäftigung begreift, gewinnt mit dieser Wahl vor allem eines: eine Grenze, die für ihn mitdenkt.

Der Weg außerhalb liefert die vierte Liga, dazu aber die genannten Abzüge. Zu der weiten Öffnung gehört die fehlende Aufsicht als ungetrennter Teil. Wer das für sich abwägt, sollte es nüchtern tun und nicht mit dem Argument, das Limit sei ohnehin niedrig — ein 1.000-Euro-Deckel greift über alle Anbieter zusammen, ein Angebot ohne Deckel greift bei jedem einzeln.

Die erlaubten Anbieter im Einzelnen

Betano: Bet Builder und Live-Streaming aus den großen Ligen

Betano trägt die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 19. Februar 2021, mit einer Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Als Inhaber führt die Whitelist die Betkick Sportsbetting Limited. Das Haus ist damit eines der früheren unter den zehn und stand schon unter deutscher Aufsicht, als andere der Liste noch nicht dabei waren.

Im Fußball reicht das Angebot bis zur 3. Liga, darüber geht es weiter wie bei allen Häusern mit deutscher Erlaubnis. Die App verbindet Bet Builder, mit dem sich mehrere Märkte eines Spiels kombinieren lassen, mit Cash Out und Live-Streaming; die Entwicklerbeschreibung nennt unter anderem LaLiga, den FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Das ist ein Programm für jemanden, der eine Partie nicht nur bequoten, sondern begleiten will.

Zwei Dinge bleiben offen, und sie stehen in den Bedingungen des Anbieters, nicht in einer Übersicht. Der Preis eines Cash-Out-Kurses und die Bedingungen eines Bet Builders — Mindestanzahl der Auswahlen, Quotenuntergrenze, ob Kombinationen desselben Spiels zulässig sind — entscheiden darüber, was diese Funktionen wirklich wert sind. Ein Bet Builder aus vier eng verwandten Auswahlen desselben Spiels ist eine Korrelationswette, und der Anbieterpreis trägt dieses Risiko.

Die Erlaubnis steht seit über fünf Jahren auf der Liste; die Streaming- und Kombimöglichkeiten richten sich an einen Zuschauer, der große Wettbewerbe verfolgt. Regionalliga-Spiele, die er sich wünscht, wird er hier genauso wenig finden wie anderswo in der Liste.

Sportwetten.de: der eingetragene Name vor dem Wettangebot

Die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara auf Malta ist der Inhaber, den die Übersicht erlaubter Anbieter für Sportwetten.de führt. Die erste Erlaubnis datiert vom 19. November 2020, eine Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022.

Die Marke selbst ist der Hinweis. Ein Anbieter, dessen Name die Sache ausspricht, setzt auf Auffindbarkeit statt auf eine Kampagne, und wer über Suchmaschinen kommt, findet hier zuerst ein nüchtern beschriftetes Angebot und keine Bildsprache. Für den Vergleich mit der Regionalliga ist das nicht gleichgültig: dasselbe Haus führt keine vierte Liga, und die Konstellation — maximal sichtbarer Markenname, minimale Reichweite nach unten — beschreibt den deutschen Erlaubnisrahmen so gut wie wenige Zahlen.

Was das Angebot an Umfang mitbringt, lässt sich an der Zahl der Sportarten und Märkte ablesen, die der Anbieter selbst nennt. Ein Vergleich mit den anderen Häusern auf dieser Liste fällt hier allerdings ohne eine Zahl aus, denn die Anbieter beschreiben den Umfang ihres Programms nach unterschiedlichen Maßstäben, und ein Maßstab gegen den anderen wäre kein Vergleich.

Für jemanden, der eine bekannte und leicht zu findende Adresse sucht, ist dieser Einstieg der gradlinigste der Liste.

Sportingbet: Konfigurator+ und eine breite Sportartenliste

Sportingbet hält die Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022; Inhaber ist die Sportingbet (Deutschland) Limited. Das Haus gehört zu den ersten der Liste und zu den wenigen mit einem namentlich beworbenen Werkzeug für Kombinationen.

Das Angebot nennt Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker; dazu kommen ein „Konfigurator+“ und Live-Wetten. Sieben Sportarten in einer Aufzählung sind kein Zufall — Darts und Snooker sind kleine Märkte mit eigene Publikum, und wer sie führt, will nicht mit der Masse der Fußballanbieter verwechselt werden.

Die Kehrseite dieser Breite ist eine Rechnung, die jeder Spielende selbst aufstellen kann. Sieben Sportarten bedeuten sieben Märkte, die ein Haus bepreisen muss; die Marge muss also in jedem einzelnen sitzen. Wo sie im Fußball liegt, lässt sich mit drei Quoten eines Spiels selbst ausrechnen, und für fünf Minuten Arbeit ist das kein schlechter Tausch.

Der Konfigurator+ ist ein Werkzeug für Kombiwetten aus mehreren Partien, und das ist die Wette, bei der ein Anbieter am wenigsten riskiert und der Kunde am wenigsten merkt, wie viel er bezahlt. Wer die Funktion nutzt, sollte die Anzahl der Auswahlen klein halten. Sieben Sportarten sind mehr als genug für ein Wochenende; die vierte Liga bleibt außen vor.

Betway: Cash-Out in Teilbeträgen und ein Fußball-Konfigurator

Betway hält die Erlaubnis seit dem 9. März 2021, mit einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022, Inhaber ist die Betway Limited. Das Haus kam etwas später als die ersten der Liste hinzu und hat sich im Fußball ein Werkzeug gebaut, das über die reine Quote hinausgeht.

Am Wettschein selbst zeigt sich das am deutlichsten. Beim Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“, der Wert der Wette wird angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil davon. Diese Aufteilung ist der eigentliche Unterschied zur Vollauszahlung. Ein Wetten-Inhaber, der die Hälfte herausnimmt, behält eine halbe Position im Spiel; er verkauft also nicht das Ergebnis, sondern die Hälfte seines Engagements. Dazu nennt der Anbieter einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, dessen Konfigurator+ Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert.

Was Cash-Out in Teilbeträgen kostet, steht nirgends als Prozentzahl. Der Wert wird vom Anbieter gestellt, und ein Verkauf während des Spiels ist immer ein Geschäft mit dem Anbieter, nicht mit einem Dritten. Wer die Funktion oft nutzt, wechselt von einem Ergebnis-Risiko in ein Preisrisiko und merkt den Unterschied nicht in der Bilanz eines einzelnen Samstags.

Für einen Fußball-Zuschauer, der einen laufenden Schein lieber halbiert als ganz abgibt, ist das die flexibelste Mechanik der Liste. Sie hilft bei keinem Regionalliga-Spiel, weil dort niemand einen Schein ausstellt.

888sport: Börsennotierung als Herkunftsgeschichte

Bei 888sport führt die Whitelist die 888 Germany Limited als Inhaber, die erste Erlaubnis datiert vom 30. Juni 2021 mit einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Damit kam diese Marke von den zehn am spätesten unter deutsche Aufsicht, sieht man von den beiden 2023 hinzugekommenen Häusern ab.

Hinter der Marke steht die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe; die Aktie notiert seit September 2005 an der London Stock Exchange. Eine so lange Notierung ist eine Form von Nachweis, aber keine, die im deutschen Erlaubnisrecht irgendetwas zählt. Für die Beurteilung eines Sportwettenangebots ist die Whitelist die Liste, die gilt, und dort steht die Marke seit Mitte 2021 unter der deutschen Erlaubnis.

Wer wissen will, ob ein Anbieter das darf, was er anbietet, fragt nicht die Börse. Der Blick auf die Whitelist genügt, und er ist in zwei Minuten erledigt. Der Unterschied zwischen fünf Jahren Notierung und fünf Jahren deutscher Erlaubnis ist ein Unterschied zwischen Herkunft und Zuständigkeit.

Für die Wahl unter den zehn ist der Punkt nüchtern: eine Marke mit langer Geschichte und ohne Regionalbezug im Fußball. Wen dieser Bezug interessiert, findet ihn anderswo in der Liste.

VBet: erlaubt seit Dezember 2023 und damit noch in der Aufbauphase

VBet ist eines der beiden jüngsten Häuser auf der Liste. Die SCGO Limited, Veranstalterin der Sportwetten unter der Marke VBet, hat ihren Sitz im Portomaso auf St. Julian’s auf Malta; die Sportwetten-Erlaubnis für Vbet.de datiert vom 5. Dezember 2023. Ein Ablaufdatum führt die Liste nicht, und die Angabe eines solchen wäre erfunden.

Neu auf der Liste zu stehen heißt nicht, klein zu sein. Es heißt, dass eine Marke in Deutschland über einen kürzeren Zeitraum unter Aufsicht steht als der Großteil der Liste, und dass sich ihre deutsche Aufstellung noch entwickeln kann. Für einen Spielenden, der Wert auf eine etablierte Ansprechstruktur legt, ist das der Punkt, der zu prüfen wäre: nicht die Sportartenzahl, sondern wer im Streitfall antwortet.

Für den Fußball trifft VBet dieselbe Grenze wie die anderen Häuser der Liste, und das Sportwetten-Angebot orientiert sich an den Wettbewerben, die der Erlaubnisrahmen zulässt. Diese Frage stellt sich bei jedem Anbieter gleich und macht aus VBet keine Ausnahme.

Wer hier mitspielen will, sollte die Zeit seit der ersten Erlaubnis nicht mit einer Qualitätsaussage verwechseln. Sie sagt, wie lange ein Haus unter deutscher Aufsicht steht, und sonst nichts. Wer einen Anbieter sucht, dessen deutsche Geschichte man in Jahren zählen kann, hat bei den Häusern mit Erlaubnis aus 2020 und 2021 mehr davon.

MERKUR BETS: über 70 Sportarten und Slots in derselben App

Die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz im St Julians Business Centre auf Malta betreibt MERKUR BETS; die Whitelist führt die Domain mit Sportwetten-Erlaubnis seit dem 6. November 2023. Wie bei VBet ist das eine kurze deutsche Geschichte, und auch hier gilt: ein Enddatum steht nicht in der Liste.

Die App wirbt mit kostenlosem Bezug für Android und iOS und nennt über 70 Sportarten sowie mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten. In derselben App finden sich auch MERKUR SLOTS. Diese letzte Angabe ist der Punkt, an dem man genauer hinsehen muss: eine Slot-Erlaubnis ist eine andere Erlaubnis als eine Sportwetten-Erlaubnis und unterliegt anderen Regeln. Das heißt nicht, dass die Werbung falsch wäre — es heißt, dass zwei Programme in einer Oberfläche sitzen.

Wer Sportwetten bei einem Anbieter mit einer großen Zahl von Märkten sucht, bekommt hier eine der breitesten Aufstellungen der Liste. 250.000 Wettmöglichkeiten sind kein Argument über Qualität. Ein Haus, das eine vierte Liga nicht anbieten darf, deckt die fehlende Tiefe über die Breite ab, und wer sich in dieser Breite verliert, zahlt über die Marge in jedem einzelnen Markt.

AdmiralBet: Folgeerlaubnis 2024 und ein separates Slot-Angebot

AdmiralBet wird in der Übersicht mit der Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin geführt. Die Sportwetten-Erlaubnis datiert vom 09.10.2020, mit Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und vom 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele auf einer eigenen Slot-Domain besteht eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022.

Die zweite Erlaubnis verdient einen Satz, weil sie in einer Vergleichstabelle gern mit der ersten verschmilzt. Virtuelle Automatenspiele sind kein Sportwettangebot, und die Erlaubnis dafür sagt nichts über das Wettprogramm. Wer beide Domains sieht, sieht einen Anbieter mit zwei Geschäften; wer im Sportwettenbereich spielt, spielt im Sportwettenbereich.

Das Haus gehört zu denen mit der längsten Erlaubnisdauer der Liste und ist eines von nur zwei Häusern mit einer Folgeerlaubnis aus dem Jahr 2024. Diese Timing-Angabe ist der einzige Anhaltspunkt, den die Liste zur Entwicklung eines Anbieters hergibt, und sie sagt über das Sportprogramm nichts.

Für Fußball gilt die bekannte Grenze bei der 3. Liga. Wer das Sportwettenangebot dieses Hauses beurteilen will, muss es selbst aufrufen, denn die Liste nennt Domains und Inhaber, keine Sportarten.

bet365: frühe Erlaubnis und eine Kontrollmöglichkeit im laufenden Spiel

Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026). Die erste Erlaubnis datiert vom 09.10.2020, eine Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Damit steht das Haus seit dem ersten Tag des heute geläufigen Erlaubnisbestands unter deutscher Aufsicht.

Namen und Sitz des Inhabers sind hier nicht bloß Registerkosmetik. Ein Anbieter, der über eine maltesische Gesellschaft auftritt, bleibt verpflichtet, sich an deutsche Vorgaben zu halten, solange er im deutschen Markt tätig ist — Whitelist-Eintrag, OASIS-Abfrage, Limitdatei inklusive. Für einen Spielenden ist das der Unterschied zwischen einem Namen, den man ansprechen kann, und einem ohne Adresse.

Im Sportwettenangebot ist die Grenze bei der 3. Liga dieselbe wie überall in dieser Liste, und die Zahl der Sportarten ändert daran nichts. Wo dieses Haus in einem direkten Vergleich vorne liegt, lässt sich ohne identisches Spiel und identischen Markt nicht sagen, denn die Marge gehört zu einem konkreten Spiel und nicht zu einem Anbieter.

Wer einen Anbieter mit langer deutscher Aufsicht und einer klaren Ansprechstruktur sucht, findet ihn hier zuerst. Die vierte Liga bleibt für ihn außerhalb der Reichweite.

bpremium: eine maltesische Gesellschaft mit Registernummer

Die Ladbrokes (Deutschland) Ltd betreibt bpremium; die Gesellschaft hat ihren Sitz in Gzira auf Malta und ist unter der Registernummer C92799 geführt, nach der Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 3. April 2023. Die Sportwetten-Erlaubnis datiert vom 09.10.2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 21.12.2022.

Eine Registernummer plus eine Fassungsangabe der Nutzungsbedingungen ist eine ungewöhnlich trockene Selbstdarstellung, und in diesem Feld ist das ein Lob. Die Zahl C92799 erlaubt einem Spielenden, die Gesellschaft im maltesischen Register zu suchen, bevor er Geld einzahlt. Das ist mehr, als ein Slogan leistet, auch wenn es nicht so klingt.

Für einen Anbieter mit einer der ältesten Erlaubnisse der Liste ist das Sportwetten-Geschäft hier traditionell aufgestellt. Fußball bis zur 3. Liga, dazu die übrigen zugelassenen Sportarten — die Grenze verläuft wie bei jedem anderen Haus dieser Liste.

Wer auf Nachvollziehbarkeit der Vertragsgrundlage Wert legt, findet hier die beste Grundlage dafür, sie selbst zu überprüfen. Die vierte Liga bleibt ihrerseits draußen, und kein Anbieter der Liste ändert das.

Wohin die Wahl führt

Die zehn Häuser auf der Whitelist unterscheiden sich in Erlaubnisdatum, Inhabersitz, Werkzeugen und Markenauftritt, und sie teilen alle denselben Rand: Fußball endet bei der 3. Liga. Diese Grenze ist die einzige Konstante des Vergleichs und der eigentliche Grund, warum er für einen Regionalliga-Zuschauer so kurz ausfällt.

Wer den Sport kennt und nicht zwingend Geld darauf setzen muss, sollte wissen, wie wenig hier zu gewinnen wären, selbst wenn man dürfte. Eine vierte Liga mit fünf Staffeln liefert in jeder Runde ein paar Dutzend Spiele aus sehr unterschiedlich leistungsstarken Strängen, und das ist für einen Anbieter schwer zu bepreisen. Das Ergebnis wäre in jedem Fall eine ungenauere Quote — nicht als Verdacht, sondern aufgrund der unterschiedlichen Voraussetzungen der Staffeln.

Die Wahl läuft also nicht auf die Frage hinaus, welche Marke Regionalliga anbietet, sondern darauf, was man mit dem Sport machen will. Wer die Klasse als Zuschauer verfolgt, braucht dafür keinen Anbieter. Wer unter den erlaubten Häusern eines sucht, entscheidet zwischen einem möglichst breiten Programm und einem möglichst umfangreich belegten Vertragspartner, und beide Wege führen zu derselben Lücke bei der vierten Liga.

Wer schließlich ein Angebot findet, das diese Klasse listet, sollte es nicht als gefundene Lösung lesen. Es ist ein Hinweis darauf, dass er den Bereich verlassen hat, in dem die hier beschriebenen Schutzmechanismen noch greifen.

Häufige Fragen zu Regionalliga-Wetten

Kann man in Deutschland auf die Regionalliga wetten?

Nein. Der deutsche Erlaubnisrahmen lässt Wetten auf Veranstaltungen überwiegend von Amateuren nicht zu, und Fußball unterhalb der 3. Liga zählt in der Aufsichtspraxis dazu. Kein Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis darf dafür Quoten anbieten. Findet sich dennoch eine Quote, stammt sie aus einem Angebot außerhalb der deutschen Erlaubnis.

Warum gilt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich, und was folgt daraus?

Die Aufsichtspraxis zieht die Grenze bei der dritten Spielklasse, unabhängig davon, dass in der Regionalliga Verträge laufen und Geld fließt. Daraus folgt: kein erlaubtes Angebot, keine überprüfbare Quote und keine Vergleichsdaten. Preise für diese Spiele sind nach deutschen Maßstäben nicht überprüfbar.

Was bedeutet es, wenn ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis Regionalliga-Spiele listet?

Dass er Sportwetten ohne deutsche Erlaubnis nach Deutschland vermittelt und damit unerlaubtes Glücksspiel anbietet. Eine Erlaubnis aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung. Eine bezahlte Sportwettensteuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis. Die Aufsichtsbehörde arbeitet mit Untersagungen, Zahlungs- und Netzwerksperren.

Woran erkennt man, ob ein Wettanbieter auf der Whitelist steht?

Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist der einzige belastbare Lizenztest. Man sucht die Domain unter der Sportwetten-Erlaubnis und liest den Namen des Inhabers. Eine .de-Domain beweist nichts; entscheidend ist der Eintrag. Eine Slot- oder Casino-Erlaubnis desselben Inhabers sagt nichts über das Sportwettangebot.

Welche Folgen hat ein Angebot außerhalb von OASIS und LUGAS?

Ein ausländisch erlaubter Anbieter ist an OASIS und an LUGAS nicht angeschlossen. Es fehlen die bundesweite Sperrdatei, die über alle Anbieter greifende Monatsgrenze von 1.000 € und der deutsche Rechtsweg. Fehlende Grenzen bedeuten auch, dass niemand einen Blick auf die Summe eines Monats hat.

Wie funktionieren Quoten und Auszahlung bei höheren Ligen, und welche Rolle spielt die Sportwettensteuer?

Bei Bundesliga bis 3. Liga bildet die Quote den Ausgang ab, und der Auszahlungsquotenschlüssel eines Marktes ergibt sich aus 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ). Bei 2,10, 3,40 und 3,60 sind das rund 95,4 %, also etwa 4,6 % Marge. Die Sportwettensteuer von 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ schuldet der Veranstalter, nicht der Wettende.

Inhalt erstellt vom Team «American Football Wetten»